Solarpark und KLM-Jet (Symbolbild): Ab Ende August wird es wieder kritisch.

Schiphol-Chef fordert schnellen AbbauHerbst macht blendenden Solarpark von Amsterdam gefährlicher

Ein Solarpark in der Nähe des Amsterdamer Flughafens brachte schon im Frühjahr den Betrieb durcheinander. Nun warnt der Chef von Schiphol, dass ab Ende August die blendenden Paneele sogar zwei Pisten unbrauchbar machen könnten.

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Schon im März und April gab es am Flughafen Amsterdam Probleme mit einem nahe gelegenen Solarpark. Je nach Sonnenstand und Piste blendet er Pilotinnen und Piloten. Die Polderbaan musste daher zweitweise gesperrt werden. In der Folge sprach sich auch die niederländische Luftfahrtaufsicht dafür aus, die Genehmigung für den Solarpark zu widerrufen. Und jetzt wendet sich Flughafen-Chef Pieter van Oord in einem offenen Brief an Verkehrsminister Robert Tieman. Er bittet darum, den Park schnell abbauen zu lassen.

«Wenn nicht dringend gehandelt wird, sind die Start- und Landebahnen Polderbaan, Zwanenburgbaan oder möglicherweise beide gleichzeitig an vielen Tagen nach dem 28. August gefährdet», so Tieman. Das Problem trete aufgrund der Sonnenposition von Ende August bis April auf und bringe «inakzeptable Sicherheitsrisiken» mit sich, sagt der Schiphol-Chef weiter. Wenn man daher gezwungen sei, Pisten zu schließen, «müssen möglicherweise Hunderte von Flügen gestrichen werden und/oder es kommt zu erheblichen Verspätungen».

Schiphol-Chef fordert Demontage des ganzes Solarparks

Obwohl ein Gericht schon die Entfernung der Solarmodule auf den Felder A und B angeordnet habe, sei bisher nichts geschehen, schreibt van Oord. Außerdem müssten auch die beiden anderen Felder C und D entfernt werden, da auch sie Crews blenden würden.

Die Karte unten zeigt die Lage des Solarparks - allerdings sollen mittlerweile größere Flächen mit Solarmodulen gefüllt sein, als die Google-Maps-Karte es aktuell darstellt:

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