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Doppelpanne wirbelt Langstrecke durcheinander

Eigentlich hat Eurowings die Langstrecke inzwischen im Griff. Weil zwei Flugzeuge ausfielen, kam es in den letzten Tagen jedoch wieder zu Annullierungen und Verspätungen.

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Airbus A330 von Eurowings: Zwei Maschinen fielen kurzfristig aus.

Bei Eurowings war man ein wenig stolz. Endlich lief es auf der Langstrecke reibungslos. «Wir hatten in den letzten Wochen einen zu fast 100 Prozent stabilen Flugbetrieb und konnten alle unsere Passagiere pünktlich an ihr Urlaubsziel bringen», sagt ein Sprecher.

Die Schmach der turbulenten Startzeit, in der die Billigairline vor allem durch Annullierungen und massive Verspätungen Schlagzeilen schrieb und mit Häme überschüttet wurde, war endlich überwunden. Umso mehr ärgert man sich am Hauptsitz von Eurowings in Köln, dass es vergangene Woche wieder gewaltig ruckelte auf der Langstrecke. Schuld ist der ungeplante Ausfall von zwei Airbus A330 gleichzeitig.

Probleme mit Las-Vegas-Flug

Das spürten die 272 Passagiere von Flug EW174 vom Samstag (1. September) von Köln nach Las Vegas. Vor dem Abflug um 11.50 Uhr entdeckten die Piloten ein Problem mit dem Bordcomputer. Dieses zu lösen, dauerte länger als erwartet. Darum wurde der Flug im Verlauf des Nachmittags abgesagt. Die Passagiere wurden zuerst in Hotels untergebracht und dann am nächsten Tag via Frankfurt und Zürich in die Spielerstadt in der Wüste Nevadas geflogen. «Hier zeigt sich der Vorteil der Zugehörigkeit zur Lufthansa-Gruppe. so konnten wir die Passagiere schnell auf anderem Weg ans Ziel bringen», so der Sprecher.

Eine Panne pfuschte Eurowings am Freitag (31. August) auch in Punta Cana ins Handwerk. Ein technischer Defekt legte den Airbus A330 lahm, der die 284 Passagiere von Flug EW211 nach München bringen sollte. «Die Maschine musste von Technikern genau untersucht werden», so der Sprecher. Da dies am Standort in der Dominikanischen Republik länger dauerte, sei ein Ersatzflugzeug nach Punta Cana geschickt worden, das die Reisenden zwei Tage verspätet nach Hause flog.

Domino-Effekt

Die beiden Pannen hatten einen Dominoeffekt zur Folge. Denn die beiden Flugzeuge fehlten im Betrieb. In der Folge mussten weitere Flüge annulliert werden – etwa der von München nach Fort Myers und zurück oder der von Köln nach Seattle und zurück. Andere wie Köln – Windhoek, Köln – Puerto Plata, Köln – Varadero oder München – Bangkok waren massiv verspätet.

Kein Wunder. Die Flotte von Eurowings wurde zwar in den vergangenen Monaten kräftig ausgebaut. Dennoch besteht sie aktuell nur aus acht A330 und zwei A340. Der Ausfall von einem Fünftel der Flotte ist darum schnell zu spüren. Inzwischen hat sich die Lage aber wieder beruhigt.



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