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Europäische Tourismusverbände rufen Brüssel zum Handeln auf

Die führenden Verbände der europäischen Reise- und Tourismusindustrie haben einen offenen brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, geschrieben. Man unterstütze den von der Kommission vorgeschlagenen Koordinierungsrahmen der EU für Reisebeschränkungen in vollem Umfang, heißt es darin. Dieser Rahmen muss dringend von allen europäischen Staaten angenommen und vollständig umgesetzt werden.

Es scheine jedoch, dass viele Mitgliedstaaten Vorbehalte hätten und möglicherweise eine zögerliche Haltung gegenüber der Durchführung einer wirksamen Koordinierung aufwiesen. «Dies löst in all unseren Sektoren Besorgnis aus, da eine unvollständige Umsetzung des Vorschlags der Kommission jede Chance auf einen möglichen Wiederaufbau zunichtemachen würde. Dies ist eine unmittelbare Bedrohung der Existenzgrundlage von mehr als 27 Millionen1 Europäern, die auf die Arbeitsplätze angewiesen sind, die von Fluggesellschaften, Flughäfen, Bodenabfertigern, Caterern, Reise- Einzelhändlern, Flugsicherungsdienstleistern, Reiseveranstaltern, Hotels, Restaurants, Cafés, Reisebüros, Straßentransportunternehmen und Logistikdiensten, Campingplätzen, Ferienparks, Taxiunternehmen, Fremdenverkehrsämtern und -behörden und allen damit verbundenen Lieferketten geschaffen werden. Der Reise- und Tourismussektor macht mehr als 10% des europäischen BIP aus2 und verfügt über einen starken Multiplikatoreffekt. Die Konjunkturerholung Europas und der europäischen Volkswirtschaften stehen auf dem Spiel» so die Verbände im Brief.