Flugzeuge von Iberia: Die neue Tochterfirma sorgt für Ärger.

Viel Freiheit für Iberia Express

Es geht in die nächste Streikrunde im Streit um Iberias neue Tochter. Doch die Billigairline nimmt immer konkretere Gestalt an.

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Langsam wird es schon fast zur Normalität. Heute Montag (9. Januar) streiken die Piloten von Iberia erneut. Rund 109 Flüge sollen deshalb gestrichen werden. Am Mittwoch fallen dann nochmals 104 aus. Mehr als 23'000 Passagiere dürften davon betroffen sein. Damit lassen die Flugkapitäne erneut ihre Muskeln spielen, um den Start von Iberia Express zu verhindern. Mit der neuen Billigtochter will die spanische Fluggesellschaft der zunehmenden Konkurrenz durch Ryanair, Easyjet oder Vueling im Heimmarkt begegnen. Doch die Piloten fürchten, es gehe einzig darum, ihre Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Sie glauben zudem, sie widerspreche den Verträgen zwischen Gewerkschaften und Unternehmen. Die Arbeitnehmervertreter malen auch den Verlust von bis zu 5000 Stellen an die Wand.

Das Management verspricht seinerseits, dass als Konsequenz der Neugründung «kein Iberia-Pilot seine Arbeit verliert oder Anpassungen bei den Konditionen hinnehmen muss». Es macht mit seinen Plänen darum ungehindert weiter. In acht Wochen schon soll Iberia Express starten. Zuwenig Personal dürfte jedenfalls nicht das Problem der neuen Lowcost-Airline sein. Bereits am ersten Tag gingen gemäß Angaben von Iberia 600 Bewerbungen von Piloten ein. In der Phase ab März 2012 wird die neue Tochter allerdings nur vier Flugzeuge vom Typ Airbus A320 besitzen und rund ein Dutzend Destinationen anfliegen. Dabei soll der Billiganbieter diejenigen Routen übernehmen, auf welchen die Mutter derzeit am meisten Geld verliert.

Große Freiheit

Doch Iberia will weitaus mehr. Bereits Ende 2012 - so der Plan - wird Iberia Express rund 40 Prozent der Kurz- und Mittelstrecken von Iberia abdecken und 13 Flieger zählen. Beim Endausbau im Jahre 2015 sollen es dann rund 40 Flugzeuge sein. Insgesamt werden bei Iberia Express um die 1000 neue Stellen geschaffen. Die neue Airline genießt dabei eine recht große Freiheit. Am Wochenende wurde bekannt, dass Iberia Express den eigenständigen Iata-Code I2 erhält. Die Flugnummer wird vierstellig sein.

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