Kinder in Tansania freuen sich über die Ankunft des Fliegers von MAF.

MAFDie Fluggesellschaft mit dem weltweit größten Streckennetz

Mehr als 1000 Ziele steuert MAF an - alle sind sie außergewöhnlich. Denn die Fluggesellschaft fliegt Reisende und Fracht an die abgelegensten Orte der Welt - um damit den Menschen dort zu helfen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

«Keine andere Fluggesellschaft fliegt so viele Ziele an wie wir», sagt Thomas Beyeler. Der ehemalige Berufspilot und Fluglehrer meint damit allerdings nicht Metropolen wie Kairo, New York, São Paulo, oder Tokio. Die mehr als 1000 Destinationen, von denen er spricht, liegen in den abgelegensten Gebieten der Welt.

Beyeler ist Chef von MAS Schweiz, dem schweizerischen Ableger von Mission Aviation Fellowship. Die christliche Organisation fliegt im Auftrag von kirchlichen, staatlichen und multilateralen Organisationen sowie Hilfswerken Fracht und Passagiere. Diese transportiert sie zu kleinen Dörfern in 27 Ländern, etwa in Mexiko, Nepal, Osttimor, Papua-Neuguinea, Südsudan oder Uganda. Es seien Orte, «die durch geografische Barrieren wie Dschungel, Berge und Wüsten oder durch soziale, politische oder religiöse Barrieren» vom Rest der Welt abgeschnitten sind, wie es MAF selbst ausdrückt.

Von Cessna Caravan bis Pilatus PC-12

«Wir sind faktisch ein Logistikdiensleister in einem Nischenmarkt», so Beyeler. Und eine Frachtairline. In rund einem Dutzend Ländern besitzt MAF eigene Luftverkehrsbetreiberzeugnisse (Englisch: AOC). Fast 130 Flugzeuge umfasst die Flotte. Den Kern machen Cessna 208 Caravan, Gippsland Airvan 8 und Cessna 206 Stationair aus, daneben fliegt die Organisation mit Cessna 207, 210, 172 und 182, Pilatus PC-12 oder mit Quest Kodiak 100. Damit fliegen die Pilotinnen und Piloten von MAF «dorthin, wo kein anderer hinfliegt und es keine Straßen oder Flüsse hin gibt», wie es Beyeler ausdrückt.

MAF im Einsatz in Lesotho. Bild: MAF

MAF fliegt beispielsweise Kaffee von Kleinbauern auf Papua-Neuguinea in regionale Zentren, damit die ihr Erzeugnis überhaupt verkaufen können. Oder sie fliegt Verletzte von einem kleinen Bergdorf in Nepal in eine Krankenhaus. Oder sie fliegt Mitarbeitende von Hilfswerken in ihre Einsatzgebiet in Lesotho. «Wir gehen da hin, wo andere nicht hingehen», so Beyeler.

Fliegen unter besonderen Umständen

Rund 1300 Beschäftigte zählt die Nichtregierungsorganisation weltweit. Neben Verwaltungsangestellten und Pilotinnen und Piloten sind das auch Mechanikerinnen und Mechaniker. Sie eben wie auch die Cockpitcrews durchschnittlich für vier bis acht Jahre in den Ländern, in denen sie stationiert sind.

«Um dort fliegen zu können, muss man die Verhältnisse kennen»« erklärt Beyeler. Es geht dabei nicht nur um gesetzliche Vorschriften, sondern auch Besonderheiten bei Geografie, Wetter, lokaler Luftfahrt und Bevölkerung. «Die Umstände vor Ort sind oft herausfordernd.» Zudem müssten die Pilotinnen und Piloten von MAF vieles selbst machen, vom Beladen über den Check bis hin zur Betankung.

Christlicher Glaube als Antrieb

Das fliegende Personal bildet MAF deshalb selbst aus. «Wir betreiben eine eigene Flugschule» so Beyeler. Und unsere Schülerinnen und Schüler durchlaufen einen ähnlichen Auswahlprozess, wie wenn man sich beispielsweise bei Lufthansa Group bewirbt», so der MAF-Schweiz-Chef. Aktuell befinden beispielsweise sechs Menschen aus der Schweiz in Ausbildung und zwei aus Deutschland.

Landung in einem Dorf in Papua-Neuguinea. Bild: MAF

Allen Angestellten ist eines gemein. «Bei uns sind alle Christen», so Beyeler. Der christliche Glaube stecke in der DNA von MAF. Und das sei auch der Antrieb, etwas Gutes zu tun. Im täglichen Betrieb sei das kein Problem, auch in Regionen, wo andere Glauben verbreitet seien. «Für neun Zehntel der Weltbevölkerung ist Spiritualität bis heute überaus wichtig.»

Direkte Erträge und Spenden

Der ganze Betrieb ist teuer. «Die Hälfte der Kosten decken wir über die Erträge aus unseren Flugdiensliestungen für andere Organisationen» sagt Beyeler. Den Rest aber müsse man über Spenden finanzieren. «Das ist immer ein harter Kampf.»

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack