Kinder in Tansania freuen sich über die Ankunft des Fliegers von MAF.

MAFDie Fluggesellschaft mit dem weltweit größten Streckennetz

Mehr als 1000 Ziele steuert MAF an - alle sind sie außergewöhnlich. Denn die Fluggesellschaft fliegt Reisende und Fracht an die abgelegensten Orte der Welt - um damit den Menschen dort zu helfen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Keine andere Fluggesellschaft fliegt so viele Ziele an wie wir», sagt Thomas Beyeler. Der ehemalige Berufspilot und Fluglehrer meint damit allerdings nicht Metropolen wie Kairo, New York, São Paulo, oder Tokio. Die mehr als 1000 Destinationen, von denen er spricht, liegen in den abgelegensten Gebieten der Welt.

Beyeler ist Chef von MAS Schweiz, dem schweizerischen Ableger von Mission Aviation Fellowship. Die christliche Organisation fliegt im Auftrag von kirchlichen, staatlichen und multilateralen Organisationen sowie Hilfswerken Fracht und Passagiere. Diese transportiert sie zu kleinen Dörfern in 27 Ländern, etwa in Mexiko, Nepal, Osttimor, Papua-Neuguinea, Südsudan oder Uganda. Es seien Orte, «die durch geografische Barrieren wie Dschungel, Berge und Wüsten oder durch soziale, politische oder religiöse Barrieren» vom Rest der Welt abgeschnitten sind, wie es MAF selbst ausdrückt.

Von Cessna Caravan bis Pilatus PC-12

«Wir sind faktisch ein Logistikdiensleister in einem Nischenmarkt», so Beyeler. Und eine Frachtairline. In rund einem Dutzend Ländern besitzt MAF eigene Luftverkehrsbetreiberzeugnisse (Englisch: AOC). Fast 130 Flugzeuge umfasst die Flotte. Den Kern machen Cessna 208 Caravan, Gippsland Airvan 8 und Cessna 206 Stationair aus, daneben fliegt die Organisation mit Cessna 207, 210, 172 und 182, Pilatus PC-12 oder mit Quest Kodiak 100. Damit fliegen die Pilotinnen und Piloten von MAF «dorthin, wo kein anderer hinfliegt und es keine Straßen oder Flüsse hin gibt», wie es Beyeler ausdrückt.

MAF im Einsatz in Lesotho. Bild: MAF

MAF fliegt beispielsweise Kaffee von Kleinbauern auf Papua-Neuguinea in regionale Zentren, damit die ihr Erzeugnis überhaupt verkaufen können. Oder sie fliegt Verletzte von einem kleinen Bergdorf in Nepal in eine Krankenhaus. Oder sie fliegt Mitarbeitende von Hilfswerken in ihre Einsatzgebiet in Lesotho. «Wir gehen da hin, wo andere nicht hingehen», so Beyeler.

Fliegen unter besonderen Umständen

Rund 1300 Beschäftigte zählt die Nichtregierungsorganisation weltweit. Neben Verwaltungsangestellten und Pilotinnen und Piloten sind das auch Mechanikerinnen und Mechaniker. Sie eben wie auch die Cockpitcrews durchschnittlich für vier bis acht Jahre in den Ländern, in denen sie stationiert sind.

«Um dort fliegen zu können, muss man die Verhältnisse kennen»« erklärt Beyeler. Es geht dabei nicht nur um gesetzliche Vorschriften, sondern auch Besonderheiten bei Geografie, Wetter, lokaler Luftfahrt und Bevölkerung. «Die Umstände vor Ort sind oft herausfordernd.» Zudem müssten die Pilotinnen und Piloten von MAF vieles selbst machen, vom Beladen über den Check bis hin zur Betankung.

Christlicher Glaube als Antrieb

Das fliegende Personal bildet MAF deshalb selbst aus. «Wir betreiben eine eigene Flugschule» so Beyeler. Und unsere Schülerinnen und Schüler durchlaufen einen ähnlichen Auswahlprozess, wie wenn man sich beispielsweise bei Lufthansa Group bewirbt», so der MAF-Schweiz-Chef. Aktuell befinden beispielsweise sechs Menschen aus der Schweiz in Ausbildung und zwei aus Deutschland.

Landung in einem Dorf in Papua-Neuguinea. Bild: MAF

Allen Angestellten ist eines gemein. «Bei uns sind alle Christen», so Beyeler. Der christliche Glaube stecke in der DNA von MAF. Und das sei auch der Antrieb, etwas Gutes zu tun. Im täglichen Betrieb sei das kein Problem, auch in Regionen, wo andere Glauben verbreitet seien. «Für neun Zehntel der Weltbevölkerung ist Spiritualität bis heute überaus wichtig.»

Direkte Erträge und Spenden

Der ganze Betrieb ist teuer. «Die Hälfte der Kosten decken wir über die Erträge aus unseren Flugdiensliestungen für andere Organisationen» sagt Beyeler. Den Rest aber müsse man über Spenden finanzieren. «Das ist immer ein harter Kampf.»

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies