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Der ganze Hass auf United

Ein Professor fliegt mit der Airline, beklagt sich und bekommt keine Antwort. Die Folge sind 15 Jahre öffentlicher Streit.

United/AT-Montage

Copperstocks Webseite und ein United-Jet: David gegen Goliath.

Jeremy Copperstock will weitermachen. So lange es sein Engagement halt braucht. «Da United wie andere amerikanische Airlines in Sachen Behandlung seiner Kunden und Mitarbeitenden immer schlechter wird, glaube ich, dass meine Webseite noch einige Zeit existieren wird», sagt der Amerikaner gegenüber aeroTELEGRAPH. Ausdauer hat er bereits bewiesen. Seit 15 Jahren betreibt er eine so genannte Hatepage, eine Hassseite, die sich gegen United richtet. 500 Menschen besuchen inzwischen jeden Tag Copperstocks Homepage, die unter der URL www.untied.com im Netz steht.

Begonnnen hatte alles 1996, als er auf Flügen nach Japan und Hawaii mit dem Service an Bord eines United-Fluges nicht zufrieden war. Er schrieb an den Konzernchef und den Chef des Kundendienstes, erhielt aber keine Antwort. Auf Nachfragen bekommt er nur Standardantworten. Und so beschliesst er, eine Homepage aufzuschalten, welche sich über United auslässt. Ein Spinner ist Copperstock nicht. Immerhin lehrt er als Professor am Zentrum für künstliche Intelligenz der renommierten Universität McGill in Montreal.

United macht Druck

United hat bereits versucht, gegen die Webseiten vorzugehen. Früher hatte Copperstock sie auf einem Server seiner Uni gehostet. Die Airline drohte der Hochschule daraufhin, dass dies rechtliche Folgen haben könne. Inzwischen liegen sie extern und die Auseinandersetzung zwischen dem unzufriedenen Kunden und der Airline gehen weiter. Und 16’000 Menschen schauen monatlich zu. Tendenz steigend. Anfragen von aeroTELEGRAPH beantwortete die Pressestelle von United nicht.



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