Strand auf Guam: Weniger Japaner, mehr Südkoreaner zu Gast.

Wegen Nordkorea-KonfliktDelta fliegt nicht mehr nach Guam

Nordkorea drohte mehrmals, die Pazifikinsel Guam mit Raketen anzugreifen. Das schreckt Besucher ab. Delta Air Lines fliegt die Insel darum nicht mehr an.

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Seit Wochen spitzt sich die Krise zwischen den USA und Nordkorea zu. Als Ziel für einen Raketenangriff hat das Regime von Kim Jong-un die Pazifikinsel Guam genannt, ein sogenanntes nichtinkorporiertes Territorium der Vereinigten Staaten. Im August bereitete das Ministerium für Innere Sicherheit der USA Guams Bürger sogar mit einem Infoblatt auf eine mögliche Attacke Nordkoreas vor.

Dieses Schreckensszenario hält auch Fluggäste von Buchungen ab. So hat Delta Air Lines angekündigt, nicht mehr zwischen Japan und Guam zu fliegen. Der letzte Flug soll am 8. Januar 2018 abheben, wie die Zeitung Pacific Daily News berichtet. «Delta hat beschlossen, die Verbindung zwischen Narita und Guam im Januar 2018 einzustellen, da die Nachfrage nicht stark genug ist, um die Route fortzuführen», erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

United und Japan Airlines fliegen noch

Das Ende von Deltas zwei täglichen Flügen wird die Sitzkapazität vom japanischen Narita aus um rund 35 Prozent sinken lassen, sagte die Marketing-Managerin von Guams Won Pat International Airport. Delta könnte die Verbindung in Zukunft wieder aufnehmen, sagte sie weiter. Außerdem gelte: «Als Mitglied der Luftfahrtallianz Skyteam werden sie immer noch eine Verbindung nach Guam haben, da das Mitglied Korean Air Guam anfliegt.»

Zudem will Delta weiterhin von Narita aus die Inseln Saipan und Palau ansteuern. United Airlines und Japan Airlines fliegen momentan noch wie gewohnt von Narita nach Guam. Außerdem startet eine weitere Fluggesellschaft Richtung Guam: Cathay Pacific bietet einen Charterflug von Hong Kong vom 19. bis 23. November an, mit einem Airbus A320 und Platz für 164 Fluggäste. Eine reguläre Verbindung könnte Pacific Daily News zufolge in den kommenden Monaten folgen.

«Geopolitische Bedenken»

Das wäre ein wichtiger Erfolg für Guam, denn der chinesische Billigflieger HK Express hatte nicht nur im Juni seine Verbindung zwischen Hongkong und Guam eingestellt. Unter Hinweis auf «geopolitische Bedenken in der Region» kündigte die Fluggesellschaft im September auch an, den Start einer Route zwischen Nagoya in Japan und Guam von Oktober 2017 auf kommenden Sommer zu verschieben.

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