Donald Trump: Nach seiner Wahl schossen die Buchungen bei Delta angeblich in die Höhe.

Kampf gegen GolfairlinesDelta-Chef ruft Donald Trump zu Hilfe

Im Kampf gegen die Golfairlines glaubt sich Delta Air Lines nun auf der Gewinnerseite. Der Chef der Fluglinie fordert Donald Trump auf, etwas gegen Emirates und Co. zu tun.

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Das Verhältnis zwischen den großen Airlines der USA und den Golfanbietern als schwierig zu bezeichnen, ist untertrieben. Delta, American und United hassen die Konkurrenten aus Katar, Abu Dhabi und Dubai bis aufs Blut. Qatar Airways, Emirates und Etihad geben es den Amerikanern gepfeffert zurück. Seit Monaten hagelt es von beiden Seiten Vorwürfe über unfairen Wettbewerb.

Die bisherige Regierung der Vereinigten Staaten unter Barack Obama hat aber die Wünsche der heimischen Airlines nicht erfüllt und setzte den Golfairlines keine Grenzen für das weitere Wachstum in den USA.  Delta-Chef Ed Bastian hofft, dass das nun ein Ende hat. Der Grund: Die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA.

«Regierung Obama hat nicht genug getan»

Der Republikaner wiederholte immer wieder sein Motto «America First» und behauptet fest, alles dafür zu tun, amerikanische Arbeitsplätze zu schützen. Bastian ging darauf nun ein. «Wir sind das Paradebeispiel dafür, wie die neue Regierung amerikanische Jobs schützen kann», so der Manager am Donnerstag (15. Dezember) am Investorentag der Airline.

Er freue sich sehr darauf, das Thema mit Elaine Chao, die unter Trump Transportministerin sein wird, zu besprechen. Die Regierung Obama habe in der Sache nicht annähernd genug getan. «Das Thema sollte auf Trumps To-Do-Liste ganz weit oben stehen», verlangt der Manager vom neuen Präsidenten.

Mehr Buchungen seit der Wahl

Bastian meint damit ziemlich sicher nicht nur die Golfanbieter, sondern auch Norwegians neue irische Tochter Norwegian Air International. Die erhielt erst gerade die Erlaubnis, in den USA auszubauen. Norwegian profitiert durch die Ansiedlung der Tochter in Irland vom Open-Skies-Abkommen zwischen den USA und der EU. Norwegen ist nicht Mitglied der Europäischen Union.

Schon jetzt, so Bastian, profitiere man von Trumps Wahl. «Wir haben eine Post-Wahl-Rally erlebt», so der Airline-Chef. Die Buchungen seien in die Höhe geschnellt. «Investitionen fanden nicht dort statt, wo sie nötig waren», so Bastian. Das werde sich nun ändern und Unternehmen würden schon jetzt starten, wieder mehr Geld für Reisen auszugeben.

Besserung bei den Flughäfen

Auch in Sachen Infrastruktur verspricht sich Bastian einiges von der Regierung Trump. «Der Fokus von Trumps Regierung auf Infrastruktur wird sich sehr positiv auf unsere Flughäfen auswirken.» Delta selbst plane, in den kommenden fünf Jahren über 10 Milliarden Dollar in den Ausbau von Flughafeninfrastruktur zu investieren. «Wir freuen uns, dabei mit der Regierung zusammen zu arbeiten.»

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