Die E22 Spark: Das Elektroflugzeug ist kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

General AviationDas ist Australiens erstes Elektroflugzeug

Die Australier von Bader Aero haben mit der E22 Spark den ersten elektrischen Zweisitzer des Landes vorgestellt. Das Einsatzgebiet ist fest definiert.

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Kleinflugzeuge mit Elektroantrieb halten schon länger Einzug in die allgemeine Luftfahrt - jetzt will auch Australien eine Rolle spielen. Noch im Sommer 2021 hatten drei australische Piloten einen Weltrekord für elektrisches Fliegen aufgestellt. Das Team flog in 18 Stopps rund 1350 Kilometer durch Südaustralien. Bei der Maschine handelte es sich um eine Pipistrel Alpha Electro. Einer der Piloten war Barrie Rogers.

Rogers ist heute kaufmännischer Direktor und Mitbegründer von Bader Aero, einem australischen Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Elektro-Flugzeugen spezialisiert hat. Das Unternehmen hat am vergangenen Wochenende auf dem Adelaide Motorsport Festival mit der E22 Spark das erste in Australien kommerziell produzierte Elektroflugzeug der Öffentlichkeit vorgestellt, schreibt In Daily.

Australischer Motor

Die E22 Spark ist ein Zweisitzer mit einer maximalen Reichweite von rund 300 Kilometern und einer Reisegeschwindigkeit von 110-130 Knoten. Der Hochdecker ist mit einem Vollglascockpit, ergonomischen Bedienelementen und Ledersitzen ausgestattet. Das maximale Abfluggewicht (Maximum Takeoff Weight oder MTOW) wird mit 600 Kilogramm angegeben.

Grundlage der E22 soll ein Modell des slowenischen Flugzeugbauers Pipistrel sein. Das Team von Bader Aero hat die Maschine elektrifiziert. Der über 100 Kilowatt starke Motor wird in Australien hergestellt und ist schnellladefähig. Schlüsselkomponenten wie die Lithium-Ionen-Batterien sollen schnell austauschbar sein, heißt es.

Einsatzgebiet Flugschulen

Barrie Rogers sieht in der E22 Spark die Chance, die Pilotenausbildung in Australien zu elektrifizieren: «Das Flugzeug ist dank seiner Flugzeit von bis zu anderthalb Stunden ideal für Platzrunden». In Australien gibt es 3400 Schulungsflugzeuge. «Wenn nur ein Prozent der Flotte mit Strom betrieben würde, könnten wir in einem einzigen Jahr 58.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen», so Rogers.

Erste Abnehmer soll es auch schon geben. Eine Flugschule am Flughafen Parafield will bis zu sechs Maschinen übernehmen. Weiteres Interesse soll es aus anderen Teilen Australiens geben. Auch will Bader Aero schon einen ersten Auftrag aus Neuseeland erhalten haben.

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