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Nach EU-Entscheid

Cyprus Airways stellt Betrieb ein

Die EU hat entscheiden: Die Staatshilfen an Cyprus Airways waren illegal und müssten zurückbezahlt werden. Deshalb stellte die Fluglinie den Betrieb ein.

Cyprus Airways

Airbus von Cyprus Airways: Nie mehr in der Luft.

Es kam so, wie es man es in Zypern immer befürchtete. Die EU-Kommission entschied am Freitag, dass die Staatshilfen der Regierung an Cyprus Airways illegal waren. Nikosia unterstützte die Nationalairline 2012 und 2013 mit insgesamt 102 Millionen Euro. «Cyprus Airways hat seit 2007 eine große Summe an staatlicher Unterstützung erhalten. Dennoch war sie nicht in der Lage alleine überlebensfähig zu werden», begründete EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Subventionen dürften nicht dazu dienen, ein Unternehmen künstlich am Leben zu erhalten.

In der Folge entschied die EU-Kommission, dass Cyprus Airways die Beihilfen zurückzahlen muss. Müsste wäre eigentlich das korrekte Wort. Denn die Fluglinie hat das Geld dazu nicht. Das zypriotische Finanzminister Harris Georgiades erklärte nach dem Urteil, dass die Nationalairline Insolvenz anmelde. Die Betriebslizenz werde storniert.

Letzter Flug von Cyprus Airways aus Athen

Cyprus Airways stellt deshalb per sofort alle Flüge ein. Die meisten Flugzeuge sind bereits an die Basis in Larnaca zurückgekehrt – sie kamen aus Amsterdam. Athen, Frankfurt und London. Der letzte Flug CY337 sollte um 21:20 Uhr aus Athen kommend in Larnaca landen. Ryanair lancierte umgehende Rettungs-Tarife für Passagiere, die in Zypern stranden.

Cyprus Airways betrieb zuletzt eine Flotte von sechs Airbus A320. Damit wurden 12 Destinationen in 10 Ländern angeflogen. Die Nationalairline war 1947 von der damaligen britischen Kolonialregierung, British European Airways und lokalen Investoren gegründet worden. Sie nahm ihren Betrieb mit drei DC-3 auf. Mit dem heutigen Tag endet die 67-jährige Geschichte.



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