Konzept von Priestman Goode: Das Schlafzimmer erstreckt sich über die gesamte Breite des Airbus A350.

Neues KabinenkozeptEine Luxuswohnung im Airbus A350

Ein britisches Designstudio zeigt mit dem Konzept «Private Sanctuary», wie sich der hintere Teil eines Airbus A350 in eine Luxuswohnung verwandeln lässt – samt Schlafsuite, Spa-Bad und Raumkonzept, das sich auf Knopfdruck verändert.

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Priestman Goode stellt eine Flugzeugkabine vor, die mehr an ein Penthouse erinnert als an ein Jet-Interieur. Das Konzept «A350 Private Sanctuary» des britischen Designstudios verwandelt den hinteren Bereich eines Airbus A350 in einen privaten Rückzugsort – flexibel, wandelbar und sehr luxuriös.

Herzstück des Entwurfs sind vier Bereiche, die sich je nach Stimmung oder Reisezweck transformieren lassen. Der Wohnraum wird vom Salon zum Heimkino oder Fitnessstudio. Möglich machen das verschiebbare Sitze, bewegliche Paneele und unauffällig integrierte Stauräume, die es ermögliche, den Raum neu zu strukturieren. Eine private Nische mit Schreibtisch lässt sich wahlweise als Büro, Therapieraum oder Meditationszone nutzen.

Suite geht über die gesamte Breite des Airbus A350

Im hinteren Teil liegt eine Schlaf- und Ankleidesuite. Sie erstreckt sich über die gesamte Breite des Rumpfes. Hier verzichtet Priestman Goode auf den sonst typischen Mittelgang. Das sorgt für Tageslicht von beiden Seiten und soll ein Gefühl von Weite schaffen. In der Mitte steht ein wandelbares Möbelstück, das sich vom Schminktisch mit Spiegel und Ablagen in eine Entertainment-Einheit mit eingebautem Bildschirm verwandeln lässt. Selbst das Bad versteht sich nicht mehr nur als funktionaler Raum: Eine Dusche mit Kabine aus geripptem Glas und gedämpftes Licht sollen eine Atmosphäre wie im Spa schaffen.

Neben Funktionalität und Ästhetik legt das Designstudio Wert auf Materialien, die Luxus und Nachhaltigkeit verbinden. So arbeitet Priestman Goode mit vier Kunsthandwerksbetrieben zusammen. Darunter befindet sich die Firma Nature Squared, die Oberflächen unter anderem mit Federn aus der Lebensmittelindustrie gestaltet, die sonst im Müll landen würden. Auch dabei ist das London Embroidery Studio, das dreidimensionale Stickereien nach dem Vorbild alter Wandteppiche entwickelt.

Luxus in der Luft soll sich mit dem neuen Konzept für den Airbus A350 weiterentwickeln

«Unsere Erfahrung aus dem Kabinendesign für Linienflugzeuge hilft uns, kleine Räume maximal zu nutzen», erklärt Designchef Ben Rowan. «Das Ziel war, eine Umgebung zu schaffen, die sich wirklich verändert – je nachdem, was die Person an Bord gerade braucht.» Senior Designer Chris Haslam ergänzt: «Kundinnen und Kunden erwarten heute das gleiche Niveau an Komfort wie zuhause, im Hotel oder im Auto. Wir wollten zeigen, dass sich dieser Luxus in der Luft nicht nur nachbilden, sondern sogar weiterentwickeln lässt.»

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