Kokain-Tütchen und A380 von British Airways: Pilot ist  seinen Job los.

DrogenmissbrauchBritish Airways feuert koksenden Airbus-A380-Piloten

Ein Kopilot nutzte seinen freien Abend in Johannesburg für eine ausschweifende Party und prahlte mit dem Erlebten in Textnachrichten. Jetzt ist er arbeitslos.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es gibt unzählige Geschichten über das Fehlverhalten von meist männlichen Reisenden, die unter Drogeneinfluss Flugreisen antreten. Die Palette reicht von Passagieren, die versuchen gewaltsam Türen zu öffnen, Schlägereien starten oder ihre Mitreisenden anpöbeln. Die Folgen können teils gravierend sein. Ihren Job verlieren die meisten jedoch nicht.

Anders ist es, wenn man als Mitglied des Cockpit- oder Kabinenpersonals berauscht den Dienst antritt. Die Regeln sind in diesem Fall eindeutig: Haben Kolleginnen und Kollegen die Vermutung, dass jemand betrunken ist oder unter Drogeneinfluss steht, muss der Verdacht unverzüglich der Fluggesellschaft gemeldet werden.

Kollegin meldet Vorfall

Bestätigt sich der Verdacht, ist die Person oft ihren Job los. In England hat British Airways jetzt einen Kopiloten wegen Drogenmissbrauch gefeuert. Der Erste Offizier schickte einer Kollegin explizite Textnachrichten, in denen er mit den Ausschweifungen seiner letzten Nacht prahlte.

Die British-Airways-Crew sollte am nächsten Tag, dem 27. August, einen Airbus A380 als Flug BA56 von Johannesburg nach London fliegen. An seinem freien Abend sei er ein «sehr ungezogener Junge gewesen», so der Kopilot in den Textnachrichten. Er habe sich einer Gruppe Feiernder angeschlossen und gegen Ende der Nacht habe er Kokain von den Brüsten einer Frau gezogen.

100.000 Pfund Schaden

Die Kollegin informierte British Airways. Die Fluggesellschaft musste den Flug absagen, was British Airways laut Schätzungen rund 100.000 Pfund (rund 115.000 Euro) gekostet haben könnte. Der Kopilot flog als Passagier mit nach London. Der Drogentest fiel positiv aus.

Gegenüber Sky News teilte British Airways mit: «Sicherheit hat für uns immer oberste Priorität. Die Angelegenheit wurde an die CAA (Civil Aviation Authority) weitergeleitet und diese Person arbeitet nicht mehr für uns». Der nun arbeitslose Kopilot betreibt mit seiner Frau eine ein Whirlpool-Retreat im südenglischen Devon. Dafür hat er nun mehr Zeit.

Mehr zum Thema

Trinekn auf einer Party: Wurde der Flugbegleiterin zum Verhängnis.

Betrunkene Flugbegleiterin muss 60 Tage ins Gefängnis

Griff zum Glas: Die meisten Piloten sind sich ihrer Verantwortung bewusst.

Wenn Piloten zu viel trinken

Emirates-Kabine: In einem Flieger wurde es ungemütlich.

«Ich beiße dir Nase und Ohren ab und verbrenne dich wie Guy Fawkes»

ticker-british-airways

British Airways setzt Nahost-Flüge länger aus

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack