Flieger von Gol, TAM (Latam) und Azul: Fluggesellschaften dürfen neuerdings zu 100 Prozent in ausländische Hand gehen.

Gol, Latam, Avianca und AzulBrasilien lädt ausländische Airline-Investoren ein

Die brasilianische Regierung lässt neu Investitionen in einheimische Fluggesellschaften von bis zu 100 Prozent zu. Dies bietet ausländischen Anbietern eine Chance, sich zu Schnäppchenpreisen in Lateinamerikas größte Volkswirtschaft einzukaufen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das brasilianische Unterhaus winkt die Gesetzesänderung durch: Durften sich ausländische Teilhaber bislang zu maximal 20 Prozent an einer Fluggesellschaft beteiligen, so sind ihnen jetzt keine Grenzen mehr gesetzt. Brasilianische Fluggesellschaften dürfen ab sofort komplett ausländischen Investoren gehören.

Das neue Gesetz ist ein Rettungsring für die brasilianische Luftfahrtbranche, die unter der anhaltenden Wirtschaftskrise und einer schwächelnden Währung in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft leidet. Die Umsätze der brasilianischen Anbieter fielen in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent. Das könnten nun Investoren als Einstiegsmöglichkeit nutzen. «Dieser Goldrausch könnte statt in den Norden nach Alaska in den Süden nach Rio de Janeiro führen», glaubt Ernest S. Array von der amerikanischen Beratungsgesellschaft Airinsight.

Um Azul könnten die größten Spekulationen ausbrechen

Die Gesetzesänderung dürfte eine Art Goldrausch unter fremden Fluggesellschaften auslösen. Durch die anhaltende Krise sind brasilianische Airlines zu Schnäppchenpreisen zu haben. Der stark abgestürzte Real tut das seinige dazu. Den Markt der Inlandsflüge teilen sich die vier brasilianischen Airlines Gol (37 Prozent), Latam (35 Prozent), Azul (17 Prozent) und Avianca Brasil (15 Prozent) fast komplett untereinander auf. Die Beratungsgesellschaft Airinsight sieht drei dieser vier Anbieter bereits bald in amerikanischer Hand.

Delta Air Lines ist bereits ein Minderheitsaktiuonär bei Gol und könnte seinen Anteil gebührend auf mindestens 51 Prozent aufstocken – bereits heute operieren die beiden Gesellschaften Codeshare Flüge. Latam könnte  Übernahmeziel von mehreren potentiellen Interessenten werden – und ist durch ihre Mitgliedschaft in der Allianz Oneworld bereits mit American  Airlines assoziiert. Für United könnte Avianca Brasil interessant sein, denn sie sind beide in der Star Alliance. Würde United in Avianca Brasil investieren, könnten beide Codeshare-Flüge anbieten.

Und wer will Azul?

Einzig Azul schwebt ganz im freien Raum ohne einen möglichen Investor. «Etihad könnte in Azul investieren, um ihre Strategie der Partnerschaften durch Joint-Ventures weiterzuführen», glaubt Array. Der Analyst hält auch Jetblue für einen möglichen Interessenten, da beide Airlines eine ähnliche Strategie verfolgen. Sie haben auch den gleichen Gründer.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines und United Airlines kürzen Angebot in Chicago

ticker-american-airlines

App-Offensive bei American Airlines: Mehr Funktionen, weniger Klicks

ticker-american-airlines

American und Alaska Airlines prüfen engere Zusammenarbeit

ticker-american-airlines

American Airlines eröffnet modernisiertes Terminal 8 in New York-JFK

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg