Flieger von Gol, TAM (Latam) und Azul: Fluggesellschaften dürfen neuerdings zu 100 Prozent in ausländische Hand gehen.

Gol, Latam, Avianca und AzulBrasilien lädt ausländische Airline-Investoren ein

Die brasilianische Regierung lässt neu Investitionen in einheimische Fluggesellschaften von bis zu 100 Prozent zu. Dies bietet ausländischen Anbietern eine Chance, sich zu Schnäppchenpreisen in Lateinamerikas größte Volkswirtschaft einzukaufen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das brasilianische Unterhaus winkt die Gesetzesänderung durch: Durften sich ausländische Teilhaber bislang zu maximal 20 Prozent an einer Fluggesellschaft beteiligen, so sind ihnen jetzt keine Grenzen mehr gesetzt. Brasilianische Fluggesellschaften dürfen ab sofort komplett ausländischen Investoren gehören.

Das neue Gesetz ist ein Rettungsring für die brasilianische Luftfahrtbranche, die unter der anhaltenden Wirtschaftskrise und einer schwächelnden Währung in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft leidet. Die Umsätze der brasilianischen Anbieter fielen in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent. Das könnten nun Investoren als Einstiegsmöglichkeit nutzen. «Dieser Goldrausch könnte statt in den Norden nach Alaska in den Süden nach Rio de Janeiro führen», glaubt Ernest S. Array von der amerikanischen Beratungsgesellschaft Airinsight.

Um Azul könnten die größten Spekulationen ausbrechen

Die Gesetzesänderung dürfte eine Art Goldrausch unter fremden Fluggesellschaften auslösen. Durch die anhaltende Krise sind brasilianische Airlines zu Schnäppchenpreisen zu haben. Der stark abgestürzte Real tut das seinige dazu. Den Markt der Inlandsflüge teilen sich die vier brasilianischen Airlines Gol (37 Prozent), Latam (35 Prozent), Azul (17 Prozent) und Avianca Brasil (15 Prozent) fast komplett untereinander auf. Die Beratungsgesellschaft Airinsight sieht drei dieser vier Anbieter bereits bald in amerikanischer Hand.

Delta Air Lines ist bereits ein Minderheitsaktiuonär bei Gol und könnte seinen Anteil gebührend auf mindestens 51 Prozent aufstocken – bereits heute operieren die beiden Gesellschaften Codeshare Flüge. Latam könnte  Übernahmeziel von mehreren potentiellen Interessenten werden – und ist durch ihre Mitgliedschaft in der Allianz Oneworld bereits mit American  Airlines assoziiert. Für United könnte Avianca Brasil interessant sein, denn sie sind beide in der Star Alliance. Würde United in Avianca Brasil investieren, könnten beide Codeshare-Flüge anbieten.

Und wer will Azul?

Einzig Azul schwebt ganz im freien Raum ohne einen möglichen Investor. «Etihad könnte in Azul investieren, um ihre Strategie der Partnerschaften durch Joint-Ventures weiterzuführen», glaubt Array. Der Analyst hält auch Jetblue für einen möglichen Interessenten, da beide Airlines eine ähnliche Strategie verfolgen. Sie haben auch den gleichen Gründer.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines führt kombinierte Bezahlung mit Geld und Meilen ein

ticker-american-airlines

American Airlines will Alaska Airlines in transatlantisches und transpazifisches Joint Venture holen

ticker-american-airlines

American Airlines und Starlux starten Codeshare-Partnerschaft

ticker-american-airlines

American Airlines wird Hauptnutzer des neuen Terminals in Phoenix

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier