Druck auf die Airlines: Mit einem Bluttest sollen Betroffene die Folgen von giftigen Dämpfen in der Kabine nachweisen können.

Giftige DämpfeBluttest soll Druck auf Luftfahrtindustrie erhöhen

Immer wieder gibt es Berichte darüber, dass giftige Gase in Flugzeugkabinen gelangen. Die Vereinigung GCAQE will mit einem Bluttest den Druck auf die Airlines und Flugzeughersteller erhöhen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Global Cabin Air Quality Executive – kurz GCAQE – gibt es seit 2006 und sie hat nur einen Auftrag: endlich für saubere Luft an Bord zu sorgen. Denn immer wieder machen Zwischenfälle Schlagzeilen, wenn verunreinigte Luft in Flugzeugkabinen dringt. Die Folge: Kopfschmerzen, Atemnot und möglicherweise sogar der Tod, wie der Fall des British-Airways-Piloten Richard Westgate zeigt. Er soll 2012 am sogenannten aerotoxischen Syndrom gestorben sein.

GCAQE will das nicht länger hinnehmen und ruft dazu auf, Wissenschaftler der University of Washington bei der Entwicklung eines Bluttests zu unterstützen. Dieser Test soll die giftigen Dämpfe im Blut nachweisen und so den Betroffenen Beweise in die Hand geben. «Seit sechs Jahrzehnten weiß die Luftfahrtbranche, dass diese Dämpfe die Leute an Bord krank machen können und sie haben noch immer keine Filter oder Warnsysteme installiert», kritisiert GCAQE in einer Mitteilung.

Hochgiftige Öldämpfe in der Frischluft

Die Vereinigung vergleicht das Problem mit den Risiken von Rauchen oder Asbest, die auch jahrzehntelang verschwiegen wurden. «Die Branche muss unter Druck geraten, damit sich endlich etwas ändert.» Unter dem Begriff aerotoxisches Syndrom werden mögliche Gesundheitsschädigungen diskutiert, die durch Verunreinigung der Atemluft in der Kabine von Passagierflugzeugen ausgelöst werden können. Nahezu alle Verkehrsflugzeuge beziehen ihre Frischluft über eine Zapfluftanlage aus dem Verdichter des Triebwerkes. Bei fehlerhafter Abdichtung der Lager im Verdichter können Öl oder Öldämpfe in die Kabinenluft gelangen, die hochgiftig bis nervenschädigend sind.

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack