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Betonkrebs: Flughafen Leipzig/Halle erneuert seine Nordpiste

Nach 21 Jahren intensiver Nutzung weist die Betondecke der Start-und Landebahn Nord des ostdeutschen Flughafens substanzielle Schäden auf. Schuld ist eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion, wie sie auch auf Autobahnen auftritt. Umgangssprachlich ist von Betonkrebs die Rede. Diese Schäden bergen die Gefahr, dass sich poröser Beton lösen und Triebwerke beschädigen könnte. Deshalb startet der Flughafen Leipzig/Halle jetzt die 90 Millionen Euro teuere Sanierung und nimmt seine Start- und Landebahn Nord vorübergehend außer Betrieb. Die Bauarbeiten dauern bis zum September.

Zu Beginn der Sanierungsarbeiten wird die Befeuerung auf den Rollwegen und der SLB ausgebaut. Im Anschluss entfernen GPS-gesteuerte Fräsmaschinen die schadhafte Betonschicht. Dann folgt der Einbau des frischen Betons auf der Start- und Landebahn sowie den Rollwegen. Abschließend wird die neue LED-Befeuerung installiert. Diese umfasst mehr als 2200 unterschiedliche Leuchtfeuer, verbunden durch 350 Kilometer Kabel. Die für die Sanierung der SLB sowie der Rollwege benötigten rund 300.000 Tonnen Beton werden in zwei Mischwerken innerhalb des Baustellenareals hergestellt.

Während der Arbeiten bleibt der Flughafen in Betrieb. Der Flugverkehr wird über die zweite Piste des Airports, die Start- und Landebahnen Süd, geführt. Die parallel zur Nordbahn gelegene Piste ging im Juli 2007 ans Netz.