Flieger von Adria Airways: Rückkehr mit neuen Jets und neuem Namen?

SlowenienBananenkönig kauft Lizenzen von Adria Airways

Der Insolvenzverwalter hat die Lizenzen der insolventen Nationalairline Sloweniens versteigert. Den Zuschlag bekam ein Obstimporteur mit seiner Air Adriatic.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Izet Rastoder importiert Obst. Ananas, Äpfel, Granatäpfel, Orangen oder Zitronen gehören zu seinem Spezialgebiet. Bekannt geworden ist der 57-Jährige aber mit der gelben Schlauchfrucht. In Slowenien nennt man ihn denn auch den Bananenkönig.

Und jetzt besitzt Rastoder auch die eingefrorene Lizenz und das sistierte Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) von Adria Airways. Am Donnerstag (23. Januar) wurden die Reste der untergegangenen Nationalairline Sloweniens vom Insolvenzverwalter versteigert. Der Obstimporteur gab das Minimalangebot von 45.000 Euro ab und bekam den Zuschlag.

Bereits in der Luftfahrt

Rastoder muss nun den Kaufpreis innerhalb von drei Tagen überweisen und den Kaufvertrag offiziell unterzeichnen. Neben ihm hatte eine Polsterei mit kroatischen Eigentümern und die Firma eines ehemaligen Adria-Airways-Piloten mitgeboten. Beide wollten aber nicht so viel bezahlen wie der Bananenkönig Sloweniens.

Ganz neu ist die Luftfahrt für Rastoder allerdings nicht. Im November gründete er Air Adriatic. Man habe bereits zwei Flugzeuge gekauft, sagte er damals der lokalen Presse. Ziel sei das Angebot von Charterflügen. Nun besitzt er auch die Lizenzen von Adria Airways.

Knappe Frist

Der neue Eigentümer hat nun bis Ende Januar Zeit, um alle Bedingungen für eine Aufhebung der Sistierung zu erfüllen. Dazu gehören etwa die Mitgliedschaft bei der Iata und die Beschaffung von Slots.

Mehr zum Thema

Bombardier CRJ von Adria: Nordica leaste am Anfang Flieger der Slowenen.

Nordica muss Millionen von Adria wohl abschreiben

Airbus A320 von Lufthansa: Bald öfter in Ljubljana zu sehen?

Lufthansa füllt Lücken von Adria Airways

Airbus A319 von Adria Airways: Es ist aus.

Adria Airways hebt nicht mehr ab

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier