ATR-Maschine von Kingfisher: So bald kommen wohl keine neuen hinzu.

ATR annuliert Kingfisher-Bestellung

Der französisch-italienische Flugzeugbauer erhielt die abgemachten Vorauszahlungen für 38 bestellte Flieger nicht - und handelte.

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Es wird immer enger für Kingfisher Airlines. Die Finanzprobleme schränken auch die operativen Fähigkeiten der Fluggesellschaft mittlerweile massiv ein. Erst kürzlich gab Eigentümer Vijay Mallya bekannt, dass sich die Flotte von 64 Fliegern in den nächsten Monaten wohl massiv verkleinern dürfe. Um fast ein Drittel dürfte sich die Zahl der Flieger in den kommenden Monaten reduzieren. Der Grund: Die Leasingverträge einiger der Flugzeuge laufen schon in den nächsten Monaten aus. Dass diese Verträge verlängert werden, ist nicht in jedem Fall wahrscheinlich. Doch das ist noch nicht alles, wie sich jetzt zeigte.

Jetzt gibt es auch noch Probleme mit einer offenen Bestellung. Wie die indische Wirtschaftszeitung Business Standard berichtet, hat der französisch-italienische Flugzeugbauer ATR (ursprünglich Avions de Transport Régional) eine Bestellung von 38 Fliegern des Typs ATR-72 gekündigt. Der Grund: Kingfisher war nicht in der Lage, versprochene Anzahlungen zu leisten. «Wir gehen nicht davon aus, dass Kingfisher in nächster Zeit in der Lage sein wird, neue Flieger aufzunehmen» so ATR-Chef Filippo Bagnato.

Weitere offene Bestellungen

Die Fluglinie hat bereits 26 Flieger des Flugzeubauers in ihrer Flotte - 20 davon müssen allerdings am Boden bleiben, weil die nötigen Ersatzteile fehlen. Eigentlich hatte Mallya vor, die Anzahl der Maschinen bis 2016 auf 137 zu verdoppeln. Außer der ATR-Bestellung stehen auch noch Orders bei Airbus aus. Auch die Auslieferung dieser Flieger ist nun - auch nach Mallyas Plänen, die Flotte zu verkleinern - fraglich. Am 31. Dezember standen gemäß dem Business Standard noch Bestellungen von fünf A380, fünf A350 und 15 A330 in den Büchern.

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