Boeing 747: Avatar Airlines will nur mit Jumbos fliegen.

Traum von Boeing-747-FlügenAvatar Airlines verkauft Chefposten für 250.000 Dollar

Die Pläne des ewigen Start-ups waren schon oft spektakulär – und sind ebenso oft gescheitert. Nun verkauft Avatar Airlines den Chefposten für 250.000 Dollar und verspricht Beteiligung am Traum von einer Billigflotte aus 14 Boeing 747.

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Es gibt Menschen, denen ist der Jobtitel auf der Visitenkarte wichtig. Aber auch so wichtig, dass sie 250.000 Dollar dafür zahlen würden? Avatar Airlines wettet darauf. Die Fluggesellschaft, die seit mehr als drei Jahrzehnten nur auf dem Papier existiert, sucht eine neue Chefin oder einen neuen Chef. Doch wer den Job haben will, muss zunächst tief in die Tasche greifen: 250.000 Dollar Eintrittsgeld verlangt das Start-up.

Das Geld soll nach Angaben von Avatar in die Vermarktung einer Kapitalrunde fließen, berichtete zuerst das Portal View from the Wing. Deren Ziel: Mit 300 Millionen Dollar will das Unternehmen 14 Boeing 747 kaufen und umrüsten. Auf der Bewerbungsseite heißt es: «Erfolgreiche Kandidaten müssen eine sofortige Investition von 250.000 Dollar leisten. Im Gegenzug erhalten Sie eine Beteiligung und werden ein entscheidender Partner bei der Entwicklung unserer innovativen Strategie.»

Auch Pilotinnen und Piloten sollten bei Avatar Airlines für einen Job zahlen

Zuvor hatte die Fluggesellschaft auch schon versucht, Pilotinnen und Piloten mit teuren Eintrittskarten ins Cockpit zu locken. Für bis zu 150.000 Dollar sollte es eine Anstellung geben. Mit niedriger Seniorität.

Die Geschichte von Avatar Airlines reicht bis Anfang der 1990er-Jahre zurück. Gründer Barry Michaels wollte schon damals mit Boeing 747-400 ein Ultra-Lowcost-Modell in den USA etablieren. Damals hieß die Airline noch Family Airlines. Das Konzept: Tickets für 19 bis 99 Dollar, dank der Masse an Passagieren. Doch die Pläne scheiterten mehrfach. Michaels wurde zwischenzeitlich wegen Steuer- und Wertpapierbetrugs sogar zu einer Haftstrafe verurteilt.

Avatar Airlines schickte einseitige Absichtserklärung an Boeing

Doch er gibt nicht auf. Unter dem neuen Namen Avatar Airlines reichte er Anträge beim Verkehrsministerium der USA ein, schickte Boeing eine einseitig unterzeichnete Absichtserklärung über den Kauf von fünf Boeing 747-8 und suchte erneut Investoren. In der Pandemie erklärte Avatar Airlines, man sei ein besseres Investment als andere Fluggesellschaften. Denn die verloren Geld, und da man ja gar keine Airline war, konnte das Avatar nicht passieren. Für Corona-Hilfen bewarb sich die Firma trotzdem.

Ob Avatar Airlines trotz Hartnäckigkeit jemals abheben wird, bleibt unklar. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die Bearbeitung der Zulassungsanträge schon vor Jahren eingestellt. Und auch auf dem Bewerbungsportal klingt Adresse der Ausschreibung ernüchternd: Die Adresse lautet «apply-ceo-2». Der erste Versuch ist es also offenbar nicht.

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