Airbus A318 von Titan Airways: Nur 32 Sitze.

Isolierte Insel A318 landet als erster Airbus auf St. Helena

Ein spezieller Airbus A318 von Titan Airways hat Covid-19-Tests zur Atlantikinsel St. Helena gebracht. Es war eine Premiere für den europäischen Flugzeugbauer.

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Die Insel St. Helena im Südatlantik ist soweit vom afrikanischen Festland entfernt wie Hannover von Moskau. Das Eiland, auf dem einst Napoleon gefangen gehalten wurde, liegt isoliert weit draußen im Ozean. Normalerweise fliegt die südafrikanische Fluglinie Airlink einmal pro Woche von Johannesburg über Walvis Bay in Namibia nach St. Helena. Zwischen Dezember und Februar kommt eine saisonale Verbindung nach Kapstadt hinzu.

Doch aufgrund der Corona-Krise fand der letzte Airlink-Flug nach St. Helena am 21. März statt. Seitdem ist die Insel, die zum britischen Überseegebiet gehört, noch abgeschnittener. Covid-19-Tests waren bisher nicht vorhanden. Zwar traten zwei Verdachtsfälle auf, die Betroffenen mit milden Symptomen haben sich nach einer Quarantäne aber erholt.

Erster Airbus auf St. Helena

Am Montag (20. April) ist nun ein Charterflug aus Großbritannien auf der Insel gelandet. Der Airbus A318-100 der Chartergesellschaft Titan Airways mit nur 32 Business-Class-Sitzen flog von London über Accra und Ascension nach St. Helena. Der Jet mit dem Kennzeichen G-EUNB brachte 960 Covid-19-Tests, medizinische Ausrüstung und Personal. Zudem kehrten Einwohner mit dem Flug zurück, die zuvor in Großbritannien festsaßen.

Titan Airways erklärte, «es war der erste Airbus, der jemals am Flughafen St. Helena gelandet ist». Der Airport ist nicht für jedes Flugzeug geeignet. Für Langstreckenjets ist die Piste zu kurz. Der Anflug von Norden ist berüchtigt für seine Scherwinde, der Anflug von Süden wartet oft mit Rückenwind auf. Airlink fliegt St. Helena mit einer Embraer E190 an. Laut aktuellen Plänen will sie die Route am 25. April zum ersten Mal wieder bedienen.

Spezielle Corona-Regeln

Am Flughafen der 5000-Einwohner-Insel gelten nun spezielle Regeln: Passagiere müssen den Flieger in kleinen Gruppen verlassen und Masken sowie Handschuhe tragen. Nachdem ihre Körpertemperatur gemessen wurde, werden sie in eine Quarantäne-Einrichtung gebracht, wo sie 14 Tagen verbringen. Dort hält sich auch die Crew auf bis zum Rückflug.

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