Noch mehr Risse im A380

Die Easa ordnete nun wiederholte visuelle Inspektionen der betroffenen Bauteile an, um zu genau überprüfen, ob Risse entstanden. Falls bei den regelmäßigen Prüfungen ein Problem gefunden wird, müssen die betroffenen Beschläge an den Innenflügeln der Jets entweder umgehend repariert oder ausgetauscht werden. Die Airlines sollen sich dabei mit Airbus absprechen. Beim Flugzeugbauer nimmt man die neue Anweisung vom Donnerstag (23. August) gelassen. Das sei «nichts Kritisches», so eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, sondern eine standardmäßige Lufttüchigkeitsanweisung der Easa. Eine komplette Lösung für das neue Problem werde es schon im nächsten Jahr geben.
Schon länger Stress mit Tragflächen
Es ist aber ein weiteres Problem mit den Flügeln des Superjumbos: Bereits Anfang des Jahres waren feine Risse an kleinen L-förmigen Teilchen aufgetaucht, von denen 2000 in jedem A380-Flügel stecken. Zwei verschiedene Typen von Haarrissen identifizierte die Easa. Immer mehr betroffene Flieger kamen hinzu. Schließlich musste Airbus gemäß Lufttüchtigkeitsanweisung die komplette Superjumbo-Flotte überprüfen. Die Reparaturkosten werden auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Die Sicherheit der Passagiere sei aber weiterhin nicht gefährdet, heißt es. Alle Arbeiten dienten dazu, den Flieger langfristig sicherer und besser zu machen.
Zwar fand Airbus inzwischen eine Lösung , wie das Problem schon während der Produktion gelöst werden kann. Doch ganze 120 Flieger müssen noch nachträglich repariert werden, bevor die ersten Superjumbos von Beginn an ohne den Fehler aus der Produktion kommen.
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