Walsh malt ein düsteres Bild für die nächsten Jahre.

IAG-Chef Walsh: Mehr Pleiten in Sicht

[image1]Der Chef der British-Airways-Mutter sieht harte Zeiten auf die Branche zukommen. Und sieht Emirates & Co. als Vorbilder.

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IAG-Chef Willie Walsh erwartet heftige Turbulenzen: Weitere Fluggesellschaften werden sterben oder aufgekauft, so Walsh. Den meisten bleibe nichts übrig als die Allianz mit der Konkurrenz. Die Branche dürfte in den kommenden Monaten heftig durchgeschüttelt werden. Ein düsteres Bild malte Walsh an einer Fachkonferenz in Barcelona. Die Pleiten von Spanair, Malev oder Cirrus waren erst der Anfang.

Insbesonders schwächere Gesellschaften hätten nicht genug Reserven, um die stark steigenden Ölpreise zu verkraften. Walsh kündigte dabei an, dass IAG weitere kleinere Anbieter schlucken will. «In einer solchen Umbruchsphase gibt es günstige Gelegenheiten. Aber wir werden nicht einfach dazukaufen, nur um zu wachsen», so Walsh laut der Nachrichtenagentur Reuters. Ohnehin muss IAG erst einmal den neusten Zukauf BMI verdauen. Bei der Integration von BMI in British Airways streicht Walsh 1200 Stellen. Die verlustreichen Low-Cost und Regionalableger bmibaby sowie bmi regional werden ganz fallen gelassen, falls sich kein Käufer dafür findet.

Umbruch auch bei Emirates und Co.

[image2]Anders als seine Kollegen von Lufthansa oder Air France will Walsh die Schuld an der sich zuspitzenden Krise nicht einfach im Mittleren Osten suchen. «Ich habe kein Problem mit den Gesellschaften am Golf im Gegensatz zu meinen Mitbewerbern. Statt diese Airlines zu kritisieren, sollten wir diese als Vorbild nehmen», mahnt Walsh. Und richtet seine Kritik Richtung Europa. Die hohe Anzahl an Regulierungen und stetig wachsenden Kosten in Europa erschweren den hiesigen Fluggesellschaften den globalen Wettbewerb, während dem die großen Carrier am Golf wie Emirats, Ethiad oder Qatar Airways mehr und mehr Passagiere über ihre Drehkreuze lotsen. Allerdings zweifelt er im Hinblick auf die vielen neuen Flugzeuge welche die Golf-Airlines bestellt haben, ob alle Airlines im Nahen Osten Erfolg haben werden.

«Ich erwarte deshalb, dass sich Emirates und Co. noch in diesem Jahr um Allianzen bemühen. Ich wäre sehr überrascht, sollte dies nicht geschehen. Wir haben dies innerhalb unserer Allianz Oneworld ausgiebig diskutiert.» Emirates hat bekannt gegeben, dass sie an einem Allianz-Beitritt interessiert sind, Air France KLM bestätigte Gespräche mit Ethihad während Qatar alle Möglicheiten offen lässt.

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