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Wechsel an der Spitze von Ju-Air

Parallel zur Grundüberholung ihrer drei historischen Junkers Ju-52 unterzieht Ju-Air auch ihre Organisation einer kompletten Erneuerung. Die Fluggesellschaft, welche zum Verein der Freunde der Schweizerischen Luftwaffe gehört, wird sich künftig auf den Flugbetrieb als Kerngeschäft konzentrieren. Die neue Organisation wird aus den Bereichen Operation (Piloten und Kabinenpersonal), Ausbildung und Sicherheit, Bodendienste (Passagiere, Einsatzplanung, Handling) und Administration bestehen.

Der eigene Wartungsbetrieb, der bisher für laufenden Unterhalt, Reparaturen und Überholungen zuständig war, wird aufgelöst. Das ist allerdings kein freiwilliger Schritt Die Aufsichtsbehörden haben ihnen die Zulassung entzogen. Die technische Betreuung der historischen Flugzeuge wird nun an die ebenfalls in Dübendorf ansässige Junkers Flugzeugwerke übergeben, welche auch die bereits laufende Grundüberholung der drei Ju-52 verantwortet. Auch die laufende Motorenwartung wird künftig durch die Junkers Flugzeugwerke durchgeführt. Für Grundüberholungen werden die Motoren an einen externen Spezialbetrieb übergeben. Dieser wird im Rahmen der Beschaffung der für die Ju-Air neuen Motoren des Herstellers Pratt & Whitney bestimmt.

Auch in der operativen Führung der Ju-Air wird sich eine Änderung ergeben. Im Laufe der Reorganisation sucht sich die Rundfluganbieterin einen neuen Leiter. Mitbegründer Kurt Waldmeier (69) wird seine operativen Aufgaben als Geschäftsführer im Zuge der Reorganisation abgeben, steht Ju-Air aber für strategische Fragen weiter zur Verfügung.