Couscous: Mit diesem Salat-Problem hatte die Airline wohl nicht gerechnet.

Couscous auf MenükarteVirgin Atlantic hat Ärger wegen Wort Palästina

Die britische Fluglinie hat mit einem «palästinensischen Couscous-Salat» pro-israelische Kunden verärgert. Nach der Umbenennung kommt der Zorn aus der anderen Richtung.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Der Name der Vorspeise lautete «Palästinensischer Couscous-Salat». Und beworben wurde dieses kulinarische Angebot von Virgin Atlantic in ihrem Bordmenü als «ein Duo von Couscous, mit Tomate und Gurke, beträufelt mit einem Dressing aus Zitrone, Minze und Petersilie». Es sei «ein Salat inspiriert von den Aromen Palästinas».

Den Salat können die Reisenden weiterhin bestellen. Aber er trägt jetzt einen anderem Namen. Mittlerweile heißt er nur noch «Couscous-Salat». Auch den Hinweis auf die «Aromen Palästinas» hat die Fluggesellschaft gestrichen. Grund für die Umbenennung waren Beschwerden.

Boykottaufruf

Laut der britischen Zeitung Independent postete etwa ein Mann namens David Garnelas in der zionistischen Facebook-Gruppe Israel Advocacy Movement ein Bild des Menüs und schrieb dazu: «Ich dachte, das sei ein israelischer Salat ... offenbar zeigt Branson [Richard Branson ist Gründer von Virgin, Anmerkung der Redaktion] sein wahres Gesicht ... Israelis müssen Virgin boykottieren und Israel muss eine Erklärung verlangen.» Mittlerweile ist der Post nicht mehr zu finden.

Im Gegensatz zum Tweet eines wenig aktiven Twitter-Nutzers Namens Dani Williams. Der droht der britischen Fluggesellschaft im Zusammenhang mit dem Salat-Namen: «Es ist das letzte Mal, dass ihr mein Geld bekommt.» Dazu wirft er Virgin vor, mit Terroristen zu sympathisieren.

Kritik an Umbenennung

Die Fluglinie schrieb in einer Stellungnahme, man habe einen Maftoul-Salat ins Menü aufgenommen. Er enthalte die Couscous-Art Maftoul und auch anderen Couscous. «Wir wussten, dass Maftoul keine weithin bekannte Zutat ist - daher wurde das Gericht als ‹Palästinensischer Couscous-Salat› aufgeführt und später als Couscous-Salat.» Man habe lediglich neue Geschmacksrichtungen an Bord bringen wollen und nie Anstoß erregen durch die Benennung oder Umbenennung.

Doch die Streichung des Namens brachte der Airline neuen Ärger ein. So schrieb etwa Twitter-Nutzer Bassam Mansour: «Man kann keine palästinensischere Küche finden als Maftoul, palästinensisches Nationalgericht.» Die Fluglinie hätte nicht den Namen ändern dürfen, um hasserfüllte Passagieren zufriedenzustellen. «Virgin ist moralisch schuldig», so Mansour.

Streit geht weiter

Auf der Facebook-Seite von Virgin Atlantic geht der Streit weiter, auch unter Posts, die gar nichts mit dem Salat und dessen Namen zu tun haben. So schreibt Shabin Muhammed Aruviyil unter einen Virgin-Beitrag zum Thema Reisen mit Kindern: «Virgin Atlantic, warum habt ihr euch dafür entschuldigt, dass ihr ein palästinensisches Gericht palästinensisch genannt habt? Was ist los mit euch?» Esther Aserus antwortet: «Vielleicht, weil Palästina nicht existiert. Es hat seinen Namen vor 70 Jahren in Israel geändert.»

Mehr zum Thema

Richard Branson: Er denkt er hat die Wette gewonnen. Sein Rivale sieht das anders.

Virgin Atlantic und der Tritt ins Gemächt

Airbus A330 von Virgin Atlantic: Nicht immer ist ein Pilot zu Stelle.

Virgin Atlantic nutzt Dreamliner als Piloten-Taxi

ticker-virgin-atlantic

Virgin Atlantic verkauft sechs Airbus A330 Neo und least sie zurück

ticker-virgin-atlantic

Virgin Atlantic baut Führung um

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack