Dreamliner bei Boeing: Viel Zeit für Nacharbeiten nötig.

Aercap-Chef Aengus KellyWie teuer eine Boeing 787 durch Trumps Strafzölle werden könnte

Aengus Kelly prognostiziert, wie stark der Preis für einen Dreamliner durch die Handelskriegs-Politik der Regierung der USA steigen könnte. Der Aercap-Chef erklärt auch, was der schlimmste Fall für Boeing bedeuten würde.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Im Mai 2024 war Aengus Kelly beim Sender CNBC zu Gast. Was der Chef des Leasingriesen Aercap zu Boeings Fehlern zu sagen hatte, schockierte Moderator Joe Kernen sichtlich. Nachdem Kelly kritisiert hatte, der Flugzeugbauer habe sich von zu vielen Ingenieuren getrennt und Airbus sei einfach hungriger, sagte Kernen nur noch: «Man würde eigentlich denken, Boeing wäre ... Ich weiß es nicht. Ich würde es hoffen. Aber offensichtlich liege ich falsch.»

Am Mittwoch (12. März) stellte sich Kelly nun erneut den Fragen von Kernen und Co. Dieses Mal zeigte sich der Aercap-Chef zufriedener mit dem amerikanischen Flugzeugbauer. «Boeing hat im vergangenen Jahr enorme Fortschritte in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit gemacht», sagte Großkunde Kelly mit Blick auf Boeings Produktionsprozess.

Aercap-Chef: «Niemand wird das bezahlen»

Weniger begeistert ist der Manager von den Strafzöllen von USA-Präsident Donald Trump. «Im schlimmsten Fall, sagen wir mit einer allgemeinen Zollerhöhung um 25 Prozent, einem gegenseitigen Schlagabtausch, würde der Preis einer Boeing 787 um 40 Millionen Dollar steigen», sagte Kelly. «Niemand wird das bezahlen.» Zur Einordnung: Der Listenpreis der kleinsten Variante 787-8 liegt bei rund 248 Millionen Dollar.

Sollte es wirklich so kommen, würde sich der Markt nach und nach so verändern, dass Boeing die Airlines in den USA beliefert und damit rund «20 bis 25 Prozent des globalen Marktes», so die Prognose des Aercap-Chefs. Der Rest der weltweiten Fluglinien würde bei Airbus bestellen, «etwa 75 bis 80 Prozent des globalen Marktes». Denn niemand könne sich leisten, solche Preisanstiege bei Boeing zu bezahlen. Kelly betont aber auch: «Das ist ein absolutes Worst-Case-Szenario und ich bin sicher, dass das nicht passieren wird.»

«Boeing braucht Cash»

Wichtig sei jedoch: «Boeing braucht Cash», so Kelly. Ende letzten Jahres hatte der Hersteller 84 Milliarden an Lagerbeständen in seiner Bilanz. Nun müsse er Jets ausliefern und Zertifizierungen erhalten für neue Modelle wie die 777X und Varianten wie die 737 Max 10.

Der Schlüssel dazu sei für Boeing die Beziehung zur amerikanischen Luftfahrtbehörde. «Wenn sie keine funktionierende Beziehung mit der FAA hinbekommen, um Flugzeuge auszuliefern und neue Flugzeugtypen zu zertifizieren, werden sie mehr und mehr Marktanteile an Airbus abgeben», sagt Kelly voraus - und das sogar ohne Trumps Zölle.

Das ganze CNBC-Gespräch mit Aengus Kelly sehen Sie hier:

Mehr zum Thema

Jets von United, Delta und Southwest: Alle großen Airlines sind betroffen.

Wie Trumps Politik Delta, Southwest und Co. den Start ins Jahr vermiest

Die D-ABPG mit dem Taufnamen Mainz.

Lufthansa hat Ärger mit neuen Business-Sitzen für Boeing 787

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing entlässt erfahrene Ingenieure für 777X und 737 Max

Der Airbus-A350-F-Prototyp mit der Seriennummer 700: Trägt einen Paketlook, der aus einem Designwettbewerb hervorgegangen ist.

Anonymer Kunde bestellt acht Airbus A350 F

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack