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Vereinigung Cockpit will bei Tuifly Hilfe aus der Politik

Im Konflikt mit Tuifly hat die Vereinigung Cockpit zu Beginn der Woche eine Schlichtung gefordert. Das habe der Reisekonzern Tui für seine deutsche Airline-Tochter jedoch abgelehnt, kritisiert die Pilotengewerkschaft am Mittwoch (7. Januar).

Die Vereinigung Cockpit fordert nun die Politik auf, auf die Unternehmensführung einzuwirken, um eine Schlichtung möglich zu machen – gerade im Falle eines möglichen Staatseinstieges bei dem Touristikkonzern.

Tuifly hält dagegen, es laufe bereits ein Einigungsstellenverfahren nach dem Betriebsverfassungsgesetz, für das das Arbeitsgericht Hannover einen Mediator benannt habe. Gespräche über einen Interessenausgleich und Sozialplan im Rahmen des Konzernumbaus seien nicht vergleichbar mit Schlichtungen wie bei Tarifverhandlungen.

In dem Konflikt geht es um die Bewältigung der Corona-Krise, die Beiträge der Cockpitcrews und die Folgen für sie im Zuge des Umbaus auf eine kleinere Flotte. Die Gewerkschaft sieht bis zu 270 Pilotinnen und Piloten von Kündigungen bedroht.