Letzte Aktualisierung: um 14:32 Uhr

USA planen schärfere Emissionsstandards für neue Flugzeuge

Die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA des US-Verkehrsministeriums der USA hat heute einen Vorschlag veröffentlicht, der darauf abzielt, die Treibhausgasemissionen der meisten großen Flugzeuge im amerikanischen Luftraum zu reduzieren. Die geplanten Vorschrift würde eine höhere Treibstoffeffizienz für neue Düsenflugzeuge und große Turboprop- und Propellerflugzeuge vorschreiben, die noch nicht zugelassen sind, sowie für neue Flugzeuge, die nach dem 1. Januar 2028 hergestellt werden.

«Der heutige Tag ist ein wichtiger Schritt zur Verringerung der Treibhausgasemissionen von Flugzeugen in unserem Land und zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels von Präsident Biden, die Emissionen bis 2050 auf Null zu reduzieren», sagt Verkehrsminister Pete Buttigieg.

Der Emissionsstandard in der vorgeschlagenen Vorschrift verwendet einen Maßstab, der die Treibstoffeffizienz und den Verbrauch mit der Reduzierung von Kohlendioxid (CO2) gleichsetzt. Die vorgeschlagene Regelung berücksichtigt auch eine Vielzahl von treibstoffeffizienten Maßnahmen bei der Herstellung von Flugzeugen, einschließlich Verbesserungen der Aerodynamik, der Effizienz des Triebwerksantriebs und der Verringerung der Leermasse eines Flugzeugs vor der Beladung.

Der FAA-Vorschlag steht im Einklang mit den von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation der Vereinten Nationen Icao festgelegten CO2-Emissionsnormen für Flugzeuge und mit den US-EPA-Vorschriften zur Umsetzung der Icao-Norm. Damit wird die weltweite Akzeptanz von in den USA hergestellten Flugzeugen und Flugzeugtriebwerken sichergestellt. Öffentliche Stellungnahmen müssen bis zum 15. August 2022 eingegangen sein.

Boeing erklärte: «Der CO2-Standard der EPA für Flugzeuge ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Umwelt und zur Unterstützung eines nachhaltigen Wachstums der kommerziellen Luftfahrt und der Wirtschaft der Vereinigten Staaten.» Man begrüße daher die Bekanntmachung der FAA, wobei wichtig sei, «dass die endgültige Regelung genügend Flexibilität bietet, um den Bedürfnissen der US-Luftfahrthersteller und der heimischen Luftfahrtindustrie gerecht zu werden».