Umweltbundesamt fordert Millionen von Small Planet

Im Sommer 2018 ging die deutsche Small Planet in die Insolvenz, im November wurde auch der Betrieb eingestellt. Schon damals zeichnete sich ab, dass nicht mehr viel Geld da ist für die Forderungen der Gläubiger. Unter anderem haben mehr als 10.000 Passagiere Entschädigungsforderungen beim Insolvenzverwalter Joachim Voigt-Salus angemeldet. Nach Angaben von dessen Kanzlei sind so Forderungen in Höhe von mindestens 5 Millionen Euro aufgelaufen, berichtet die Zeitung Berliner Morgenpost.

Doch es gibt auch eine Forderung einer staatlichen Stelle, wie das Blatt weiter schreibt. Demnach fordert das Umweltbundesamt seit August dieses Jahres die Begleichung einer Strafzahlung in Höhe von rund 8,1 Millionen Euro. Der Grund: Small Planet soll für 2018 zu wenige Emissionsberechtigungen erworben habe. Laut Unterlagen, die der Zeitung vorliegen, gab die Airline für das vergangenen Jahr viel zu geringe Verbrauchswerte an und kaufte lediglich rund 1500 Berechtigungen statt mehr 81.000 nötigen. Small Planet erklärt die Abweichung den Unterlagen zufolge mit einem Übertragungsfehler.

Das Umweltbundesamt bestätigte auf Anfrage der Morgenpost den Sachverhalt, gab mit Verweis auf ein laufendes Verfahren aber keine weiteren Auskünfte. Insolvenzverwaltung und Behörde streiten laut der Zeitung gerade darum, ob die Forderungen des Amts vor denen der anderen Gläubiger, und damit auch vor den Passagieren, beglichen werden müssen.

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