Der Zürcher Kantonsrat - das kantonale Parlament - hat die sogenannte Flughafen-Nachtruhe-Initiative mit 171 zu fünf Stimmen klar abgelehnt. Die Vorlage sah eine weitere Einschränkung der Betriebszeiten am Flughafen Zürich vor. Gleichzeitig sprach sich das Parlament für einen Gegenvorschlag aus, der von der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt ausgearbeitet worden war.
Der Flughafen Zürich wertet die Entscheidung als wichtiges Signal für die internationale Anbindung der Schweiz. Konzernchef Lukas Brosi betonte, dass der Kantonsrat den Drehkreuzbetrieb und die interkontinentale Erreichbarkeit des Landes stärken wolle. Bereits heute verfüge Zürich im Vergleich zu den anderen Drehkreuzen der Lufthansa-Gruppe über die kürzesten Betriebszeiten und die geringste Kapazität. Die geltenden Betriebszeiten reichen von 6 Uhr bis 23.30 Uhr.
Die Flughafen Zürich kritisierte allerdings den angenommenen Gegenvorschlag. Dieser führe zu zusätzlichem administrativem Aufwand, ohne die Verspätungssituation zu verbessern. Sollte die Regelung in Kraft treten, werde der Flughafen die vorgeschriebenen Meldungen über Ausnahmen von der Nachtflugordnung an die kantonalen Behörden weiterleiten.