Die vietnamesische Nationalairline hält trotz geopolitischer Unsicherheiten und stark schwankender Treibstoffpreise an ihrem Wachstumskurs fest. Sie sieht das Jahr 2026 als Auftakt ihrer langfristigen Entwicklungsstrategie bis 2035 und will ihre Marktposition durch Flottenmodernisierung, Digitalisierung und Netzwerkausbau weiter stärken, so Vietnam Airlines.
Vietnam Airlines reagiert auf steigende Treibstoffkosten mit flexiblen Einsatzplänen, einer Optimierung des Streckennetzes und striktem Kostenmanagement. Im ersten Halbjahr 2026 nahm die Fluggesellschaft neue internationale Verbindungen nach Amsterdam, Phuket und Colombo auf. Zudem wurden die Frequenzen auf Strecken nach Singapur, Manila, Moskau, Kaohsiung, Melbourne und Sydney erhöht.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie bleibt die Flottenmodernisierung. Vietnam Airlines treibt weiterhin die Beschaffung von 50 Schmalrumpfflugzeugen der neuesten Generation voran, deren Auslieferung zwischen 2030 und 2032 vorgesehen ist. Zusätzlich plant die Airline, für die Jahre 2027 und 2028 insgesamt 20 Schmalrumpfflugzeuge zu leasen. Das erste eigene Frachtflugzeug soll im dritten Quartal 2026 in Dienst gestellt werden.
ür das Gesamtjahr 2026 erwartet Vietnam Airlines 27,73 Millionen Passagiere und 361.400 Tonnen Fracht. Der Konzernumsatz soll auf 138,9 Billionen Vietnamesische Dong (rund 4,7 Milliarden Euro) steigen, was einem Zuwachs von mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Parallel dazu investiert Vietnam Airlines verstärkt in die Digitalisierung. Neue Datenplattformen, Cloud-Lösungen sowie KI-Anwendungen sollen die betriebliche Effizienz erhöhen und das Kundenerlebnis verbessern. Zudem verfolgt die Airline eine Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis von ESG-Kriterien mit dem Ziel, den Treibstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen zu reduzieren sowie den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe voranzutreiben.
Langfristig strebt die staatliche Fluggesellschaft an, bis 2030 als globale Fünf-Sterne-Airline anerkannt zu werden.