Die Technik Gewerkschaft Luftfahrt hat vor vier Wochen ihre Mitglieder bei Lufthansa zur Urabstimmung über Streikmaßnahmen aufgerufen. Insgesamt haben sich 98 Prozent der
Mitglieder in der Urabstimmung für Streikmaßnahmen ausgesprochen, teilt die Gewerkschaft am Mittwoch (2. August) mit.
«Dies ist ein eindeutiges Votum unserer Mitglieder, die nach Jahren der Ausgrenzung als Tarifpartner eine Wende der Lufthansa Geschäftsleitung fordern», so Daniel Wollenberg,
Vorsitzender der Gewerkschaft. «Wir fordern den Arbeitgeberverband (AGVL) nun letztmalig auf, unverzüglich in Gespräche und Verhandlungen einzutreten. Nur so kann ein drohender Arbeitskampf in den Sommerferien in Hessen noch abgewendet werden», ergänzt der stellvertretende Vorstandsvorsitzender Thorsten Spreu.
Die TGL vertritt vor allem technisch speziell ausgebildetes Fachpersonal, welches nach Wartungsarbeiten mit ihrer Unterschrift das Flugzeug wieder «dienstfähig» schreiben
kann. Fehlt diese Unterschrift, bleiben die Flugzeuge am Boden.
«Noch heute wird die Lufthansa über das Ergebnis informiert. Sollte es darauf keinerlei Reaktion geben, wird der Vorstand mit dem Votum der Mitglieder einen Arbeitskampf
ausrufen müssen», so die Technik Gewerkschaft Luftfahrt. «Ob es hier zu einem 'heißen' Spätsommer mit zahlreichen Flugausfällen am Standort Frankfurt und München kommen könnte, liegt nun eindeutig am Verhalten der Lufthansa.