Steuerschulden der russischen Regionalairline wachsen: Komiaviatrans droht Verlust weiterer Vermögenswerte

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Die finanzielle Lage der russischen Regionalfluggesellschaft spitzt sich weiter zu. Die Steuerbehörde der Republik Komi hat beim Schiedsgericht beantragt, auf umfangreiche Vermögenswerte zuzugreifen und diese verwerten zu lassen. Insgesamt umfasst die Liste der Vermögenswerte von Komiaviatrans 64 Positionen. Dazu gehören Grundstücke, Lagergebäude, Werkstätten, Garagen, Betriebsgebäude sowie 17 Fahrzeuge. Das Gericht soll zudem den Mindestpreis für eine spätere Versteigerung festlegen. Die nächste Anhörung ist für den 30. Juli angesetzt.

Bereits im Mai waren Konten von Komiaviatrans bei drei Banken gesperrt worden. Damals beliefen sich die Steuerschulden auf mehr als 458 Millionen Rubel (rund 5 Millionen Euro). Inzwischen sind sie auf etwa 650 Millionen Rubel (rund 7,1 Millionen Euro) angestiegen. Anfang Juni wurde zudem eine Let L-410 des Unternehmens gepfändet.

Komiaviatrans gehört vollständig der Republik Komi. Die Airline betreibt derzeit ausschließlich Helikopterflüge und verwaltet die regionalen Flughäfen. Die Flotte aus fünf Embraer-Jets und vier Let L-410 steht seit längerer Zeit still, da aufgrund fehlender Originalersatzteile weder Wartungen noch Verlängerungen der Lufttüchtigkeit möglich sind.

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