Das Verkehrsministerium der USA hat die Billigairline zur Zahlung einer zivilrechtlichen Strafe in Höhe von 140 Millionen Dollar verurteilt. Dabei geht es um die Betriebsstörungen vor einem Jahr. «Das ist das schlimmste Ereignis dieser Art, das ich je erlebt habe», sagte damals Bob Jordan, Chef von Southwest Airlines. Am zweiten Weihnachtstag hatte die Airline mehr als zwei Drittel ihrer Flüge streichen müssen, und es ging weiter mit Annullierungen und Verspätungen.
Die Strafe sei bei weitem die höchste, die das Verkehrsministerium jemals wegen Verstößen gegen den Verbraucherschutz verhängt hat, heißt es in einer Erklärung. Sie komme zu den mehr als 600 Millionen Dollar an Erstattungen und Rückerstattungen hinzu, die das Verkehrsministerium Southwest bereits aufgebrummt hat, um Passagiere zu entschädigen.
«Die heutige Maßnahme schafft einen neuen Präzedenzfall und sendet eine klare Botschaft: Wenn Fluggesellschaften ihre Passagiere im Stich lassen, werden wir das volle Ausmaß unserer Autorität nutzen, um sie zur Verantwortung zu ziehen», sagt Verkehrsminister Pete Buttigieg. «Es ist nicht nur richtig, sich um die Passagiere zu kümmern - es ist Pflicht, und diese Strafe sollte alle Fluggesellschaften darauf aufmerksam machen, dass sie alles tun müssen, um sicherzustellen, dass eine solche Panne nie wieder vorkommt.»
Insgesamt werde Southwest aufgrund der Maßnahmen des Verkehrsministeriums über 750 Millionen Dollar für die Feiertagskatastrophe zahlen, wobei der größte Teil davon an die Fluggäste in Form von Erstattungen, Rückerstattungen, schnellen Prämien oder künftigen Entschädigungen gehe, so das Ministerium.