Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien normalisiert sich der Flugverkehr schrittweise. Fünf von sieben betroffenen Flughäfen haben nach technischen Kontrollen durch die kolumbianische Luftfahrtbehörde Aeronáutica Civil den kommerziellen Betrieb wieder aufgenommen. Wieder geöffnet sind die Flughäfen von Cali, Quibdó, Armenia, Buenaventura und Manizales.
In Cali wurden keine Schäden an der für den Flugbetrieb relevanten Infrastruktur festgestellt. In Manizales wurden dagegen Risse und zerbrochene Scheiben am Kontrollturm entdeckt. Piste und Bewegungsflächen gelten als sicher, der Flughafen arbeitet vorerst ohne Flugverkehrskontrolle, berichten lokale Medien.
Weiterhin gesperrt bleiben die Flughäfen von Pereira und Popayán. In Pereira wurden unter anderem Risse in der Piste festgestellt. Zudem sind Kommunikationssysteme der Flugsicherung ausgefallen, und der Kontrollturm muss weiter untersucht werden. Reguläre Passagierflüge sind deshalb nicht möglich. Ausgenommen sind unter anderem staatliche, medizinische und humanitäre Flüge. Mit einer Wiederaufnahme des kommerziellen Betriebs wird in etwa zehn Tagen gerechnet.
In Popayán ist dagegen nicht das Erdbeben unmittelbar für die Einschränkungen verantwortlich. Dort verhindert Vulkanasche des Puracé derzeit den Flugbetrieb.