Lufthansa Group will Reiseerlebnis für Fluggäste mit Beeinträchtigungen und Behinderungen verbessern - neues Gremium soll helfen

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Lufthansa Group hat am Mittwoch (12. November) zum ersten Treffen ihres Accessibility Customer Advisory Committee in Frankfurt eingeladen. Ziel des neugegründeten Gremiums ist es, das Reiseerlebnis für Fluggäste mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen zu verbessern. Mitglieder mit Mobilitätseinschränkung, Sehbehinderung, Hörschädigung oder kognitiver Beeinträchtigung und mit entsprechenden Anforderungen an die Barrierefreiheit sind in dem Komitee vertreten. Sie werden die Lufthansa-Gruppe mit ihren Beobachtungen, Erfahrungen und Ideen unterstützen, um bestehende Angebote, Produkte und Services für Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen weiterzuentwickeln.

Unterstützt wird die Lufthansa Group bei dieser Initiative vom Landesbehindertenrat NRW (LBR), dem Dachverband der Selbsthilfevertretungen und von den Sozialverbänden des Landes. Das übergreifende Ziel des LBR ist die Ermöglichung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in allen Lebensbereichen. Ergänzend zu den rund 20 Mitgliedern des LBR, die unterschiedliche Behinderungen repräsentieren, werden die beiden paralympischen Athleten Johanna Recktenwald und Nico Dreimüller den Beirat für Barrierefreiheit der Lufthansa Group mit ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Expertise unterstützen.

Dieter Vranckx, Kommerzchef von Lufthansa Group, sagt: «Wir wollen das Reiseerlebnis für Passagiere mit körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen gemeinsam mit der Zielgruppe weiterentwickeln und so einfach und selbstbestimmt wie möglich gestalten. Die Mitglieder des Lufthansa Group Accessibility Customer Advisory Committee unterstützen uns mit wertvollen Erkenntnissen und Empfehlungen. Dabei haben wir im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes die gesamte Reisekette und die teilweise sehr unterschiedlichen Bedürfnisse für ein Angebot zum barrierefreien Reisen im Blick. Den Fokus setzen wir auf alle Hebel, die wir als Lufthansa Group selbst in der Hand haben, um das Flugerlebnis für alle unsere Gäste stetig zu verbessern.»

LBR-Geschäftsführerin Ann-Christin Rauch sagt: «Die Kooperation ist ein Meilenstein für die Barrierefreiheit, da sie die erste ihrer Art zwischen einer Selbsthilfevereinigung und einem privaten Unternehmen ist.»

Lufthansa Group wird regelmäßig mit den Beiratsmitgliedern zusammenkommen, um Feedback einzuholen, Vorschläge zu diskutieren und vielversprechende Ideen im Folgenden weiter auszuarbeiten. Auch die Kundinnen und Kunden mit besonderen Anforderungen an die Flugreise können dabei ihre Erfahrungen teilen und an aktuellen Fragestellungen zur barrierefreien Reise mitarbeiten. Bereits in den vergangenen Monaten wurden die Webseiten von Lufthansa für wichtige Informationen für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen überarbeitet und mit hilfreichen Zusatzinformationen sowie in einfacherer Struktur und Sprache dargestellt. Sie sind jederzeit über ein Rollstuhl-Icon erreichbar, das in der Kopfleiste jeder Internet-Seite prominent neben den Spracheinstellungen oben rechts angezeigt wird.

Ein Großteil der Behinderungen weltweit ist für das Umfeld betroffener Menschen unsichtbar: Rund 1,3 Milliarden Menschen leben mit einer Form der Behinderung, bis zu 80 Prozent von ihnen haben eine nicht sichtbare Behinderung. In diesem Zusammenhang führt Lufthansa Group die sogenannte «Hidden Disabilities Sunflower»-Initiative sukzessive bei all ihren Airlines ein. Das globale Programm zur Unterstützung von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen ermöglicht betroffenen Personen, diskret auf ihre Bedürfnisse hinzuweisen. Das Symbol: eine gelbe Sonnenblume auf grünem Grund – meist in Form eines Umhängebandes mit Anhänger oder eines entsprechenden Pins.

Austrian Airlines ist seit 2023 Mitglied der Sunflower-Initiative, Eurowings seit April 2025 und Swiss seit November. Noch in diesem Jahr folgt Lufthansa, bis Ende 2026 sollen alle Airlines vom Lufthansa Group an Bord der Initiative sein.

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