Der Iran-Krieg hat den Luftverkehr im Nahen Osten massiv getroffen. Laut einer Analyse von Airports Council International Asia-Pacific & Middle East und Flare Aviation Consulting verloren neun große Flughäfen der Region zwischen März und April 2026 bis zu eine Milliarde Dollar (rund 920 Millionen Euro) an Einnahmen.
Die untersuchten Flughäfen, die 2025 zusammen 324 Millionen Passagiere abgefertigt hatten, operierten zeitweise nur noch mit 32 Prozent ihrer geplanten Kapazität. Im Durchschnitt lag der Flugbetrieb während der beiden Monate bei 53 Prozent des ursprünglichen Angebots, so ACI Asia-Pacific & Middle East und Flare Aviation Consulting.
Insgesamt reisten rund 27 Millionen Passagiere weniger als geplant über die betroffenen Drehkreuze. Auch die Luftfracht brach stark ein: Das Volumen sank im Vergleich zum Vorjahr um 52 Prozent auf 571.000 Tonnen.
Besonders betroffen waren Verbindungen zwischen Asien und Europa, Amerika oder Afrika. Da wichtige Umsteigeverbindungen über den Golf wegfielen, stiegen die Ticketpreise deutlich an. Direktflüge lagen zeitweise bei fast doppelt so hohen Preisen wie vergleichbare Verbindungen vor dem Konflikt.