Am Flughafen Zürich erhebt die Gewerkschaft schwere Vorwürfe gegen die ehemalige Assistenzfirma Goldair AAS Assistance. Dem Joint Venture wird vorgeworfen, Mitarbeitenden über Jahre hinweg Leistungen im Wert von mehr als zwei Millionen Schweizer Franken vorenthalten zu haben. Betroffen ist das Geschäft mit Assistenzleistungen für mobilitätseingeschränkte Passagiere, das von 2020 bis 2024 betrieben wurde. Laut Angaben sollen unter anderem bezahlte Pausen nicht vergütet, Ferienentschädigungen nicht ausgezahlt und Mindestlöhne unterschritten worden sein.
Die Einnahmen stammen aus einer Abgabe von einem Schweizer Franken pro Ticket (rund 1 Euro), die zweckgebunden ist. Gewinne sind in diesem Bereich eigentlich nicht vorgesehen. Die Gewerkschaft hat Klage eingereicht. Der Flughafen hatte den Auftrag 2025 wieder selbst übernommen. Eine Stellungnahme des Unternehmens steht aus.