Am Flughafen Hamburg hat jemand versehentlich einen Notknopf gedrückt und so unbefugt den Sicherheitsbereich betreten. Auch nach Ende der Polizeiaktion sind die Folgen erheblich.
Ausnahmesituation am Flughafen Hamburg am Freitagvormittag (12. Juni). «Aufgrund einer Vorsichtsmaßnahme der Bundespolizei muss die Fluggastpier geräumt werden und alle Passagiere werden erneut sicherheitsüberprüft», informierte der Airport auf seiner Webseite. «Flugzeuge können derzeit nicht abfliegen, Landungen finden wie geplant statt.»
Wie der Sender Radio Hamburg unter Verweis auf Bundespolizei-Angaben berichtete, wurde der Bereich hinter den Sicherheitskontrollen vollständig geräumt. Betroffen waren demnach auch Reisende, die bereits in Flugzeugen saßen und diese wieder verlassen mussten. Die Bundespolizei sprach zunächst lediglich von einer «polizeilichen Lage».
«Dennoch erhebliche Verzögerungen und Streichungen»
Gegen Mittag gab der Flughafen Entwarnung: «Derzeit läuft der Flugbetrieb wieder an. Dennoch wird es zu teils erheblichen Verzögerungen und Streichungen bei den Abflügen kommen.» Am frühen Nachmittag erklärte der Airport, an der Sicherheitskontrolle betrage die Wartezeit mehr als eine Stunde, auch bei der Gepäckausgabe komme es zu Verzögerungen.
Gegenüber der Nachrichtenagentur DPA sagte eine Flughafensprecherin, Grund für all das sei ein unbefugter Zutritt zum Sicherheitsbereich gewesen. Ein Mann sei «unbewusst durch Drücken eines Notknopfes» in den Bereich gelangt und habe so die Polizeiaktion ausgelöst.