Die Europäische Kommission hält an Plänen fest, Fluggesellschaften künftig auch für CO₂-Emissionen auf internationalen Flügen ab Europa zur Kasse zu bitten. Bislang gilt das europäische Emissionshandelssystem ETS nur für Flüge innerhalb Europas. Langstreckenverbindungen zu Zielen außerhalb der EU – und damit der Großteil der Emissionen – sind ausgenommen.
Das könnte sich ändern. Wie die Kommission ankündigte, soll eine im Juli erwartete Überprüfung des ETS sicherstellen, dass auch internationale Emissionen stärker bepreist werden, berichtet das Portal Politico. Diskutiert wird eine Ausweitung auf sämtliche ab Europa startenden Flüge – unabhängig vom Zielort.
Die Luftfahrtbranche reagiert alarmiert. Die EU betont, eine Doppelbelastung durch ETS und das internationale Icao-System Corsia vermeiden zu wollen.