Die Europäische Kommission hat eine umfassende Reform des EU-Emissionshandelssystems EU ETS vorgestellt. Ziel ist es, den CO₂-Handel stärker auf die Klimaziele für 2040 auszurichten und gleichzeitig Investitionen in klimafreundliche Technologien sowie die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu fördern.
Für die Luftfahrt sieht die Reform eine schnellere Dekarbonisierung vor. Gleichzeitig sollen Investitionen in nachhaltige Flugkraftstoffe (im Jargon: SAF) und emissionsarme Technologien unterstützt werden. Insgesamt will die EU bis 2040 rund 100 Milliarden Euro für eine neue Industriebank zur Dekarbonisierung bereitstellen. Auch der Innovationsfonds und der Modernisierungsfonds werden fortgeführt.
Der Branchenverband Airlines for Europe A4E reagierte kritisch. Die Organisation bemängelt, dass der Emissionshandel zwar ausgeweitet werde, aber weiterhin nicht sichergestellt sei, dass die Einnahmen aus dem System vollständig in die Dekarbonisierung der Luftfahrt fließen. Statt höherer Belastungen brauche die Branche vor allem niedrigere Kosten für Emissionszertifikate und nachhaltige Flugkraftstoffe, um Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen zu sichern.