Etihad-Chef: Zölle störender als geopolitische Konflikte

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Für Etihad Airways waren neue globale Zölle im vergangenen Jahr belastender als geopolitische Spannungen. Konzernchef Antonoaldo Neves sagte der Financial Times, kurzfristige Änderungen bei US-Zöllen hätten Flugpläne und Nachfrage stärker durcheinandergebracht als Konflikte. Die Auswirkungen seien zwar spürbar gewesen, hätten sich aber jeweils rasch wieder normalisiert – vergleichbar mit einem Schneesturm, der den Verkehr für einige Tage durcheinanderwirbelt.

Hintergrund sind wiederholte Anpassungen und Ankündigungen von US-Zöllen, zuletzt neue Abgaben von zehn Prozent nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA. Laut Neves führten die Unsicherheiten zu kurzfristigen Nachfrageschwankungen und Anpassungen im Streckennetz.

Trotz der Turbulenzen meldete Etihad jüngst Rekordzahlen: Der operative Gewinn stieg um 37 Prozent auf 6,3 Milliarden Dirham, der Umsatz um 21 Prozent auf 30,7 Milliarden Dirham. Die Airline beförderte 22,4 Millionen Passagiere, die Auslastung lag bei 88 Prozent. Mit 29 neu eingeflotteten Flugzeugen wächst Etihad weiter – und bereitet sich nach Angaben des Managements organisatorisch auf einen möglichen Börsengang vor.

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