Die US-Regierung stuft den Luftraum über Venezuela neuerdings als akutes Sicherheitsrisiko ein. Nachdem die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA Airlines bereits vor einigen Tagen angewiesen hatte, Überflüge wegen «zunehmender militärischer Aktivitäten» und möglicher GPS-Störungen zu vermeiden, geht Washington nun deutlich weiter.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, den venezolanischen Luftraum «in seiner Gesamtheit» für US-Fluggesellschaften zu schließen. Allerdings gibt es aktuell kein Notar, welches über die FAA-Warnung hinausreicht, die den Luftraum bislang lediglich als riskante Transitregion einstufte.
Die Entscheidung fällt in eine Phase zunehmender Spannungen: Caracas entzog am Donnerstag sechs internationalen Airlines die Verkehrsrechte, nachdem sie wegen der FAA-Warnung Flüge ausgesetzt hatten. Gleichzeitig erhöht die US-Regierung ihren politischen und militärischen Druck auf Nicolás Maduros Regierung, unterstützt von Außenminister Marco Rubio.
In den vergangenen Monaten hatte Washington mehrfach mutmaßliche Drogenschmugglerboote im Karibikraum angegriffen – Einsätze, die international Kritik auslösten. Auch Teile der Republikaner und Demokraten werfen Trump vor, seine Machtbefugnisse auszudehnen und internationales Recht zu verletzen. Der UN-Menschenrechtsrat verurteilte die Angriffe jüngst als «inakzeptabel».