Der kamerunische Unternehmer Baba Ahmadou Danpullo plant mit Danpullo Air Line eines der größten privat finanzierten Luftfahrtprojekte Afrikas. Medienberichten zufolge sollen rund 500 Milliarden CFA-Franc (etwa 762 Millionen Euro) in die neue Fluggesellschaft sowie den Bau von zwei privaten Flughäfen in Yaoundé und Douala investiert werden.
Danpullo Air Line soll zunächst alle zehn Regionen Kameruns verbinden und später ihr Streckennetz auf die Staaten der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft Cemac ausweiten. Ziel ist es, die bislang schwache Luftverkehrsanbindung in Zentralafrika zu verbessern, wo Reisen zwischen Nachbarstaaten häufig nur über Europa oder Westafrika möglich sind.
Mit dem Projekt reagiert Danpullo auch auf die anhaltenden Schwierigkeiten der staatlichen Fluggesellschaft Camair-Co, die seit Jahren mit finanziellen und operativen Problemen kämpft. Der Baubeginn für den Flughafen in Yaoundé ist für September vorgesehen, die Aufnahme des Flugbetriebs wird für 2030 angestrebt.