Die brasilianische Fluggesellschaft hat ihre finanzielle Restrukturierung erfolgreich beendet und ist aus dem US-Insolvenzschutz nach Chapter 11 hervorgegangen. Im Rahmen des Verfahrens erhielt Azul 850 Millionen Dollar (rund 780 Millionen Euro) frisches Eigenkapital und reduzierte Schulden sowie Leasingverpflichtungen um etwa 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro).
Zusätzlich wurden neue Anleihen im Umfang von 1,375 Milliarden Dollar (rund 1,27 Milliarden Euro) aufgenommen. Die jährlichen Zinskosten sanken um mehr als die Hälfte, die Leasingkosten für Flugzeuge um etwa ein Drittel. Die Nettoverschuldung liegt nun bei unter dem 2,5-Fachen des operativen Ergebnisses – dem niedrigsten Niveau der Unternehmensgeschichte.
Der Restrukturierungsprozess dauerte weniger als neun Monate. Währenddessen hielt Azul den Betrieb mit rund 800 täglichen Flügen stabil. 2025 beförderte die Airline mit etwa 175 Flugzeugen und einem Streckennetz von mehr als 130 Städten insgesamt 32 Millionen Passagiere – ein Rekordwert.
Unterstützt wurde die Sanierung unter anderem von United Airlines und American Airlines. Mit der gestärkten Kapitalstruktur will Azul nun auf langfristige Stabilität und nachhaltiges Wachstum setzen.