Die brasilianische Fluggesellschaft hat die Genehmigung erhalten, ihre bestehenden Flugzeugbestellungen bei Airbus zu reduzieren und die Auslieferungspläne anzupassen. Betroffen sind Aufträge für A320 Ne-, A321 Neo und A330 Neo. Gleichzeitig werden die Liefertermine der verbleibenden Flugzeuge neu gestaffelt. Zuvor hatte Azul Linhas Aéreas bereits eine ähnliche Vereinbarung mit Embraer geschlossen.
Der nun bestätigte Deal wurde am 22. Dezember vom Insolvenzgericht in New York genehmigt, wo das Chapter-11-Verfahren von Azul anhängig ist. Neben der Reduzierung des Gesamtauftrags umfasst die Vereinbarung auch Anpassungen bei Vorauszahlungen und deren Fälligkeit.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Erwähnung des A321 XLR. Azul hatte sich ursprünglich Kaufoptionen für drei Exemplare des Langstrecken-Schmalrumpfflugzeugs gesichert, diese jedoch aufgegeben. Laut Gerichtsunterlagen behält Airbus die bereits geleisteten Vorauszahlungen für diese Maschinen als Ausgleich für den Rücktritt. Konkrete Zahlen und Details der Neuordnung wurden sonst nicht veröffentlicht.