Die lettische Fluggesellschaft will sich mit einer kurzfristigen Finanzierung zusätzliche Liquidität sichern und dazu ihre Anleihegläubiger einbinden. Auf einer für den 3. August angesetzten Gläubigerversammlung soll über die Zwischenfinanzierung beraten werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund der Maßnahme von Air Baltic ist eine Überprüfung der Kapitalstruktur, während zugleich das Risiko eines Zahlungsausfalls reduziert werden soll.
Wie hoch der Finanzierungsbedarf ist, wurde bislang nicht bekanntgegeben. Im April hatte die lettische Regierung Air Baltic bereits einen kurzfristigen Kredit über 30 Millionen Euro gewährt, der im August zurückgezahlt werden muss. Größter Anteilseigner bleibt der lettische Staat mit 88,37 Prozent, Lufthansa hält zehn Prozent der Anteile.