Ein Jahr nach schweren Turbulenzen auf einem Delta-Flug von Salt Lake City nach Amsterdam haben 20 Passagiere Klage gegen die US-Fluggesellschaft eingereicht. Sie werfen Delta vor, die Besatzung habe trotz vorhergesagter Gewitterzellen fahrlässig gehandelt und die Passagiere nicht rechtzeitig gewarnt. Nach Angaben der Kläger war das Anschnallzeichen nicht eingeschaltet, als der Airbus A330-900 in rund 11.300 Metern Höhe in schwere Turbulenzen geriet.
Mehr als 30 Passagiere und Besatzungsmitglieder mussten laut Klage anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Delta-Flug DL56 landete schließlich nicht auf einem näher gelegenen Ausweichflughafen, sondern erst rund 90 Minuten später in Minneapolis. Die Fluggesellschaft äußerte sich mit Verweis auf die noch laufende Untersuchung der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB nicht zu dem Verfahren.