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Swiss behält schwarze Null im Visier

Trotz beträchtlicher Rückschläge durch die Omikron-Virusvariante in den ersten Wochen des Jahres konnte Swiss im saisonal traditionell schwachen ersten Quartal ihr Ergebnis gegenüber Vorjahr substanziell steigern. Der operative Verlust konnte gegenüber Vorjahr um über 75 Prozent auf Franken –47,4 Millionen reduziert werden. Die operativen Erträge haben sich auf Franken 712,0 Millionen mehr als verdoppelt.

Positiv zu Buche geschlagen haben vor allem die im Vorjahresvergleich starke Nachfrage nach Flugreisen sowie die Verbesserung der Kostenstrukturen infolge der Restrukturierung. Negativ wirkte sich unter anderem der deutlich gestiegene Kerosinpreis aus. Swiss hält an ihrem Ziel fest, für das Gesamtjahr 2022 eine schwarze Null zu erreichen. Angesichts einer positiven Entwicklung der Liquiditätssituation plant Swiss im zweiten Quartal eine Umschuldung des Bankenkredits vorzunehmen. Neben der Sicherstellung grösstmöglicher operationeller Stabilität werden 2022 die Stärkung der Premium-Positionierung und eine stärkere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit weiterhin wichtige Prioritäten darstellen.

Im ersten Quartal 2022 beförderte Swiss (exklusive Edelweiss Air) insgesamt über 1,8 Millionen Reisende und damit knapp 6,5 Mal mehr als im Vorjahr. Dennoch liegen die Passagierzahlen immer noch deutlich unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Total führte Swiss über 18.300 Flüge durch, was einer Vervierfachung gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Auf dem gesamten Streckennetz hat Swiss im ersten Quartal 2022 insgesamt 156,6 Prozent mehr Sitzkilometer (ASK) angeboten, die Anzahl der verkauften Sitzkilometer (RPK) stieg im selben Zeitraum um 487,3 Prozent. Der Sitzladefaktor betrug durchschnittlich 62,9 Prozent und lag damit um 35,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.