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Sicherheit: Gute Noten für Deutschlands Flughäfen

Durch die Corona-Krise sind die Flugbewegungen an den deutschen Flughäfen eingebrochen. Dennoch dürften gerade in dieser Ausnahmesituation sicherheitsrelevante Aspekte der Flughafenausstattung nicht aus dem Fokus geraten, schreibt die Vereinigung Cockpit. Insgesamt stellt die Gewerkschaft in ihrem neuesten Flughafencheck eine stetige Verbesserung der Durchschnittsnoten an den deutschen Flughäfen fest.

«Beim diesjährigen Flughafencheck können wir eine erfreuliche Tendenz feststellen: Es hat gleichzeitig einige wichtige Verbesserungen und keine gravierenden Verschlechterungen gegeben. Wir sehen uns mit diesem Ergebnis in unserer Arbeit für mehr Sicherheit auf den deutschen Flughäfen bestätigt. Auch in Corona-Zeiten muss in der Luftfahrt gelten: Safety First!», kommentiert Janis Schmitt, Vorstand der Vereinigung Cockpit.

Besonders hervorzuheben seien in diesem Jahr auch Initiativen einzelner Flughäfen, die nicht in die Bewertung durch den Flughafencheck eingehen. Die Flughäfen Bremen und München etwa haben Vorkehrungen getroffen, um die Runway Friction zu erhöhen. Am Flughafen Frankfurt wurden zusätzliche Maßnahmen gegriffen, um Runway Incursions – das unbeabsichtigtes Kreuzen von Start-/Landebahn – zu verhindern. Alle Flughäfen sind mit «gut» oder «befriedigend» bewertet. Als einzige Ausnahme hat Mannheim nur ein «ausreichend».

Die Arbeitsgruppe Airport and Ground Environment der Vereinigung Cockpit unterzieht die deutschen Verkehrsflughäfen bereits seit 1978 einem jährlichen Sicherheitscheck. Seit 1996 werden auch Regionalflughäfen in die Untersuchung einbezogen, insofern dort nennenswerter Linienverkehr stattfindet. Als Grundlage für die Untersuchung dient ein kontinuierlich an die sich veränderten Anforderungen angepasster Kriterienkatalog, der nicht nur die internationalen Vorschriften, sondern auch die aus Pilotensicht sinnvolle und für eine optimale Sicherheit notwendige Ausrüstung von Flughäfen umfasst.