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Ryanair: Ärger um Gebühren

Der irische Billigflieger will erhöhte Abflugtaxen in Spanien den Passagieren verrechnen - auch wenn sie bereits früher buchten.

Stephen

Flieger von Ryanair: teurerer Spanienflüge.

Der Flug in den Sommerurlaub mit Ryanair könnte für Millionen von Europäern nachträglich teurer werden. Die Fluggesellschaft verschickte in dieser Woche allen Kunden eine Mail, in welcher eine erhöhte Abflugtaxe angedroht wird. Betroffen sind davon alle Abflüge von einem spanischen Flughafen. Ryanair-Chef Michael O’Leary rechnet damit, dass die Regierung die Taxen besonders in Madrid und Barcelona beinahe verdoppeln wird. Bei den Regionalflughäfen dürfe die Erhöhung moderater ausfallen. Sobald das neue Budget vom spanischen Parlament genehmigt ist, sollen die neuen Gebühren in Kraft treten. Wie Ryanair den Kunden mitteilt, wird eine Erhöhung sofort an alle Passagiere weitergegeben.

Das Spezielle daran: Auch wer bereits bezahlt hat, wird nachträglich noch mal belangt. Wer die Gebühr nicht bezahlen will, bekommt sein Geld zurück und muss auf den Flug verzichten. «Aber wir werden sicher nicht die spanischen Steuern auf unsere Kappe nehmen», sagte O’Leary gegenüber der Zeitung Daily Mail. Zwischen fünf und zehn Euro soll die Erhöhung betragen.

Easyjet wartet erst mal ab

Während Ryanair schon mal öffentlich die Drohkulisse aufbaut, sucht Rivale Easyjet das Gespräch. Mit dem Ziel die Erhöhungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, damit nicht rückwirkend Geld bei den Passagieren eingetrieben werden muss. Laut der Zeitung The Telegraph hat Easyjet noch nicht entschieden, was passiert, falls diese Gespräche nicht das gewünschte Resultat liefern. British Airways dagegen hat bereits entscheiden, die Gebühren selbst zu übernehmen.



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