Qantas muss zu Unrecht entlassenen Bodenangestellten 120 Millionen zahlen

Die australische Fluggesellschaft wird 120 Millionen australische Dollar (72 Millionen Euro) zur Entschädigung von 1800 illegal entlassenen Mitarbeitenden zahlen. Sie waren zu Beginn der Covid-19-Pandemie gekündigt wurden. Die am Dienstag (17. Dezember) geschlossene Vereinbarung folgt einem Urteil, das ihr Entschädigungszahlungen für wirtschaftliche und nicht wirtschaftliche Verluste auferlegte. Die Entlassungen erfolgten unter dem damaligen Qantas-Chef Alan Joyce, der Bodenabfertigungsjobs auslagerte, um jährlich 100 Millionen Dollar einzusparen.

Nach einem fast vierjährigen Rechtsstreit hat Qantas nun eine Einigung mit der Transport Workers Union erzielt. «Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Betroffenen und ihren Familien Gerechtigkeit zu bringen, und wir entschuldigen uns aufrichtig», sagte die neue Chefin Vanessa Hudson. Der Fonds, der Anfang 2025 eingerichtet wird, entschädigt sowohl Mitarbeitende als auch die Gewerkschaft. Zudem drohen Qantas weitere Millionenstrafen, die noch vom Gericht festgelegt werden müssen.

Unter Joyce hatte Qantas die Entscheidung jahrelang angefochten. Erst nach seinem Rücktritt 2023 akzeptierte die Airline das Urteil und leitete die Verhandlungen zur Entschädigung ein.

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